Holzpalettenpreisindex der FEFPEB für das dritte Quartal 2017

Der Holzpalettenpreisindex der Fédération Européenne des Fabricants de Palettes et Emballages en Bois (FEFPEB) für das dritte Quartal 2017 wurde Anfang November veröffentlicht und zeigt die Entwicklung der Preise für Holzpaletten in Europa in den letzten acht Jahren.

Für die Berechnung des Index werden die nationalen Holzpreisindizes von Grossbritannien, Deutschland, Italien, Schweden und den Niederlanden für vergleichbare Holzpalettengrössen genommen und auf das Jahr 2009 bezogen, um sie vergleichbar zu machen.

Der Holzpalettenpreisindex ist auf der Webseite des FEFPEB abrufbar.

Zur Webseite des FEFPEB

 

Safety first jetzt auch bei Chemiepaletten

Unter dem Motto „Die Chemie stimmt“ hat die European Pallet Association e.V. (EPAL) auf ihrer Pressekonferenz am 16. November 2017 in Düsseldorf die unabhängig qualitätsgesicherten EPAL CP-Paletten vorgestellt. Damit erweitert die EPAL ihr bestehendes Ladungsträger-Portfolio um neun qualitätsgesicherte Holzladungsträger, die unter anderem in der chemischen Industrie eine wichtige Rolle spielen.

Die EPAL übertrage ihr anerkanntes und bewährtes System der Normierung und unabhängigen Qualitätssicherung auf die weit verbreiteten Chemiepaletten und schliesse damit eine Lücke in der Logistikkette der chemischen Industrie, heisst es in einer aktuellen Pressemitteilung. Preiswettbewerb und das Fehlen einer unabhängigen Qualitätssicherung hätten in der Vergangenheit häufig dazu geführt, dass Chemiepaletten nicht den Anforderungen an einen sicheren Transport von chemischen Produkten erfüllten. Aus Kreisen der chemischen Industrie sei EPAL daher häufig gefragt worden, warum es keine EPAL-Paletten im Format der Chemiepaletten gäbe. Dieser Nachfrage nach sicheren Chemiepaletten wird nun von der EPAL entsprochen.

Ab dem 1. Januar 2018 werden EPAL CP-Paletten nach dem Technischen Regelwerk der EPAL produziert und dem Markt zur Verfügung stehen. Alle EPAL CP-Paletten werden gemäß dem ISPM 15 Standard behandelt und sind für den weltweiten Warenverkehr geeignet.

Die Markteinführung findet auf globaler Ebene in allen Ländern statt, in denen EPAL-lizenzierte Paletten produziert und rekonditioniert werden.

Zur Pressemitteilung auf der Webseite von EPAL

Initiative Wald & Holz 4.0: Webseite online

Gemeinsam mit den Akteuren des Wertschöpfungsnetzwerks Holz fördert, begleitet und unterstützt die Initiative Wald & Holz 4.0 die Branche im tiefgreifenden Wandel der digitalen Transformation. Nun ist die neue Webseite online.

Die digitale Transformation hat tiefgreifende Änderungen in unseren Prozessabläufen ausgelöst. Geschäftsmodelle, Organisationen und Prozesse von Unternehmen haben sich bereits teilweise verändert und werden mit dem verstärkten Einsatz digitaler Technologien noch weitere Änderungen erfahren. Die Wald- und Holzwirtschaft steht vor vielfältigen Herausforderungen und Chancen. Dabei stellt sich die Frage, wie Unternehmen im Umfeld dieser Veränderungen agieren können, um den Wandel erfolgreich zu gestalten und gestärkt aus ihm hervorzugehen. Die Initiative Wald & Holz 4.0 geht die komplexen und vielfältigen Fragestellungen gemeinsam mit allen Akteuren des Wertschöpfungsnetzwerks Holz an. Sie fördert, begleitet und unterstützt die Unternehmen und erarbeitet Lösungsansätze sowie konkrete Instrumente.

Mehr Informationen unter: www.wh40.ch

(Quelle: Berner Fachhochschule)

US-Zoll und Grenzschutz kündigt Strafen bei Verstössen gegen Holzverpackungsvorschriften an

Die US-Zoll und Grenzschutzbehörde (CBP) hat in einer Pressemitteilung angekündigt, Verstösse gegen die Vorschriften für Holzverpackungsmaterial zu bestrafen. Demnach müssen eingeführte Holzverpackungen bei anerkannten Stellen gegen Holzschädlinge behandelt worden sein und den Anforderungen des Internationalen Pflanzenschutzabkommens (International Plant Protection Convention – IPPC) sowie den ISPM 15 (International Standards of Phytosanitary Measures) entsprechen. Die Behandlung muss mit einer entsprechenden Kennzeichnung nachgewiesen werden.

Ziel ist es, die Einfuhr exotischer Holzschädlinge zu verhindern.

Die ausführliche Information der US-Behörde ist hier nachzulesen.

Tagungsdokumentation zum FEFPEB Kongress 2017 veröffentlicht

Die Fédération Européenne des Fabricants de Palettes et Emballages en Bois (FEFPEB) hat im November die Tagungsdokumentation des 68. FEFPEB-Kongresses auf ihren Internetseiten veröffentlicht. Auf der 3-tägigen Veranstaltung in Maastricht, Niederlande, wurde als Ergebnis festgehalten, dass die Europäische Union zunehmend Holz für eine nachhaltige Wirtschaft der Zukunft in den Fokus nimmt. Gleichzeitig forderten Vertreter der Verbände, diese Bemühungen noch deutlich zu verstärken.

Verschiedene Informationen und Fotos sind auf der Webseite des FEFPEB abrufbar:

Zur Tagungsdokumentation mit Präsentationen und Fotos
Zur Pressemitteilung vom 10. November 2017

Im kommenden Jahr findet der Kongress vom 18. bis 20. September 2018 in Interpal in Minneapolis, USA, statt.

(Quelle: FEFPEB)

USA verschärft Einfuhrbestimmungen für Holzverpackungen

Am 1. November 2017 sind in den USA verschärfte Einfuhrvorschriften für Holzverpackungen in Kraft getreten. Verstösse gegen die Pflanzenschutzverordnung ISPM 15 werden dann strenger bestraft. Das berichtet Packaktuell und bezieht sich auf Informationen von Inka Paletten, einem Hersteller von Einwegpaletten aus Pressholz.

ISPM 15 dient dazu, die heimische Flora vor Pflanzenschädlingen aus anderen Ländern zu schützen, die sich in Holzverpackungen einnisten können. Um in Länder exportieren zu können, in denen die ISPM 15 gilt, müssen Paletten und Verpackungen aus Vollholz deshalb zuvor hitzebehandelt und markiert werden. Paletten aus Pressholz gelten ohne Behandlung und Markierung als ISPM 15-konform.

Bislang wurden laut Inka in den USA Sendungen auf nicht korrekt vorbehandelten oder markierten Paletten an den Absender zurückgeschickt. Gleiches galt für Paletten, bei denen ein Befall mit Schädlingen festgestellt wurde. Erst wenn ein Versender fünf Mal gegen ISPM 15 verstossen hatte, wurde zusätzlich ein Bussgeld verhängt. Mit der Verschärfung, die am 1. November in Kraft tritt, wird bereits beim ersten Verstoss eine Geldstrafe in Höhe des Warenwerts der beanstandeten Sendung fällig.

Paletten aus Pressholz gelten als „processed wood“ und können ohne Vorbehandlung und Markierung in die USA und jedes andere Land, in dem die ISPM 15 gilt, eingeführt werden.

(Quellen: www.packaktuell.ch, www.inka-paletten.com)

Berner Fachhochschule erforscht Kleb- und Verbundstoffe aus Schweizer Holzrinde

Die Rinde heimischer Nadelhölzer hat in der Holzindustrie den Ruf eines Abfallprodukts. Sie wird ab Sägerei meist direkt verbrannt oder im Gartenbau als Mulch verwendet. Ein Team des Nationalen Forschungsprogramms „Ressource Holz“ (NFP 66) an der Berner Fachhochschule in Biel hat nun Verfahren entwickelt, um aus Rindenmaterial hochwertige Tannine zu gewinnen und daraus Kleb- und Verbundstoffe herzustellen.

Bereits heute werden zur Herstellung von Holzklebstoffen Tanninextrakte verwendet. Diese stammen jedoch meist aus Rinden tropischer Holzarten und werden in Übersee produziert. Rinden europäischer Nadelhölzer bleiben bei der kommerziel­len Tannin­gewinnung aussen vor. Daran stören sich die Bieler Forschenden schon länger. Sie haben Verfahren zur Tanninextraktion aus heimischer Rinde entwickelt und anschliessend deren Eignung zur Herstellung von Klebstoffen für Faser- und Spanplatten geprüft.

So gelang es dem Bieler Forschungsteam, aus hiesiger Fichtenrinde in einem zweistufigen wässrigen Extraktionsverfahren Tannine mit beachtlichem Reinheitsgrad zu gewinnen. Mit diesen Extrakten setzten sich dann die Forschenden hinter die Rezeptur von Klebstoffen für Faser- und Spanplatten. Die gewonnenen Erkenntnisse stimmen zuversichtlich: Mit den Extrakten aus Fichtenrinde lassen sich unter Zugabe von Wasser Klebstoffe mischen, die zur Plattenherstellung grundsätzlich geeignet sind.

Zudem kommen die im Technikumsmassstab gefertigten Plattenmuster ohne Zusatz von Formaldehyd aus, das in verleimten Holzwerkstoffen üblicherweise vorkommt und wegen seiner schädlichen Wirkung verpönt ist. Prof. Dr. Frédéric Pichelin, Leiter des Instituts für Werkstoffe und Holztechnologie an der Bieler Fachhochschule, sagt: „Wir lösen zwei Probleme quasi mit einem Streich: Wir substituieren synthetische und erdölbasierte Klebstoffe auf der Basis nachwachsender Rohstoffe und wir beseitigen gleichzeitig gesundheitsschädigende Emissionen in den gängigen Holzfaser- und Spanplatten.“

Das Forschungsteam treibt seine Rindenverwertungsideen in Richtung einer industriellen Umsetzung voran. Da die gängigen Tanninextrakte aus Übersee diejenigen aus Fichtenrinde bezüglich der Festigkeit und Wasserbeständigkeit von verklebten Holzwerkstoffen noch etwas übertreffen, wird weiter an einem höheren Reinheitsgehalt der heimischen Extrakte gearbeitet. Dies geschieht unter anderem mit der Entwicklung besserer Extraktionstechniken. Zudem soll die noch zu grosse Variabilität der Tanninausbeuten verringert und damit deren Reproduzierbarkeit erhöht werden. Beides sind Grundvoraussetzungen für die nötige Hochskalierung der Verfahren zur industriellen Reife.

Zusätzliches Potenzial sehen die Bieler Holzforschenden auch in tanninbasierten Schäumen für Plattenwerkstoffe im Leicht- und Möbelbau. Tanninschäume zeichnen sich unter anderem durch hohen Brandwiderstand aus, was den Einsatz entsprechender Produkte in brandschutzsensiblen Bereichen befördern wird.

Darüber hinaus spielen die Tanninextrakte eine grosse Rolle in der Entwicklung von Verbundstoffen für den 3D-Druck. Den Forschenden schweben druckbare Bau- und Designwerkstoffe vor, die ganz oder hautsächlich auf Holz und Rinde basieren. Schliesslich zeigen sogar die Pharma- und Lebensmittel­industrie gesteigertes Interesse am Grundstoff Tannin – sie haben vor allem dessen antioxidative und antibakterielle Wirkung im Blick. Und was Tannin selber nicht vermag, leisten unter Umständen die bei der Rindenextraktion ebenfalls anfallenden Inhaltstoffe. Diese bewahren bereits in der Natur die Bäume vor Pilzen und Bakterien und können künftig zur biologischen Schutzbehandlung von Holzoberflächen eingesetzt werden.

Zur Nachricht des Schweizer Nationalfonds (SNF) vom 24.10.2017

Publikation „Ressourcenpolitik Holz – Strategie, Ziele und Aktionsplan Holz“

Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) ist in Abstimmung mit verschiedenen Partnern federführend für die Ressourcenpolitik Holz zuständig. Diese Politik hat zum Ziel, dass Holz aus Schweizer Wäldern nachhaltig und ressourceneffizient bereitgestellt, verarbeitet und verwertet wird. Sie leistet damit einen Beitrag an die Wald-, Klima- und Energiepolitik. Zur Umsetzung dient der Aktionsplan Holz mit den drei Schwerpunkten „Optimierte Kaskadennutzung“, „Klimagerechtes Bauen und Sanieren“ sowie „Kommunikation, Wissenstransfer und Zusammenarbeit“. Beim BAFU kann eine Broschüre mit allen wichtigen Informationen dazu als PDF heruntergeladen oder in der Druckversion bestellt werden.

Der Holzvorrat im Schweizer Wald steige stetig, schreibt das BAFU. Gründe hierfür seien kleinstrukturierte Waldeigentumsverhältnisse, das Angebotsverhalten der Waldbesitzer, geländebedingt hohe Holzerntekosten wie auch die schwache Nachfrage nach bestimmten Sortimenten, insbesondere nach Laubstammholz. Der Bund formulierte 2008 unter der Federführung des BAFU die Ressourcenpolitik Holz. Dies geschah in enger Zusammenarbeit mit den relevanten Sektoralpolitiken und der Schweizer Wald- und Holzwirtschaft. Sie wurde 2013 und 2016 aktualisiert. Seit 2009 wird die Ressourcenpolitik Holz mit dem Aktionsplan Holz umgesetzt. Dabei steht der ökologisch und ökonomisch sinnvolle Einsatz von Holz im Vordergrund. Ressourceneffizient und volkswirtschaftlich wünschbar seien insbesondere Nutzungskaskaden, die vor einer energetischen eine stoffliche Nutzung vorsehen. Allerdings fehlten in der Schweiz einzelne Verarbeitungsbereiche für eine lückenlose Kaskade. Bei der energetischen Verwertung werde ein hoher Gesamtwirkungsgrad angestrebt, heisst es weiter.

Die gegen Ende der beiden Programmphasen (2009–2012, 2013–2016) durchgeführten Evaluationen sowie die Rückmeldungen der relevanten Akteure hätten gezeigt, dass die Ziele der Ressourcenpolitik Holz richtig gesetzt worden seien. Die Umsetzung dieser Ziele trage zur Lösung aktueller gesellschaftspolitischer Herausforderungen bei, namentlich der Schweizer Klima-, Energie- und Regionalpolitik. Der Aktionsplan soll mit stärker fokussierten Schwerpunkten weitere vier Jahre (2017–2020) fortgeführt werden.

Zur Publikation auf der Webseite des BAFU