Preise für Verpackungsholz steigen weiter

Bauholzpreise sind in den vergangenen Monaten stark gestiegen, teilweise bis zu 20%. Paletten und Kisten haben sich ebenfalls verteuert. Hintergrund ist eine zunehmende Knappheit von Holz auf dem Weltmarkt und eine deutlich gestiegene Nachfrage. Auf der Webseite der Fédération Européenne des Fabricants de Palettes et Emballages en Bois (FEFPEB) sind Artikel in verschiedenen Sprachen gesammelt, die sich mit der Entwicklung der Marktpreise in der Europäischen Union beschäftigen.

Zum Artikel auf der Webseite des FEFPEB

(Quelle: FEFPEB)

FEFPEB Newsletter Februar 2018

Der Newsletter der Fédération Européenne des Fabricants de Palettes et Emballages en Bois (FEFPEB) vom Februar 2018 ist im Internet abrufbar (englische Sprache). Unter anderem geht es um folgende Themen:

  • Packaging wood price continues to climb
  • „Trust in de future“: Dutch industry welcomes 68th FEFPEB congress
  • FEFPEB ISPM15 report
  • FEFPEB consults with Plastics Europe
  • EU increases focus on wood to ensure sustainable economy
  • Wat is Europe? Making a success of the EU
  • Provisional Inter-institutional Agreement on Revision of Waste Directives
  • ISPM15
  • FEFPEB congress
  • The German federation HPE has released new guidelines for using and producing wooden pallets under the name ‚HPE-Palettenrichtlinie“.
  • Packaging from Nature upgraded

Zum FEFPEB Newsletter Februar 2018

(Quelle: FEFPEB)

 

 

Michael Gautschi neuer Direktor von Holzindustrie Schweiz

Der Vorstand von Holzindustrie Schweiz hat Michael Gautschi Ende Januar zum neuen Direktor gewählt. Er tritt die Nachfolge des langjährigen Direktors Hansruedi Streiff an, der vergangenen September verstorben ist.

Michael Gautschi hat nach dem Studium als Forstingenieur an der ETH verschiedene berufliche Stationen durchlaufen. So war er von 2004 bis 2012 beim Bundesamt für Umwelt BAFU als Wissenschaftlicher Mitarbeiter für die Förderprogramme holz 21 und Aktionsplan Holz zuständig. Nach einer zweijährigen Tätigkeit als Projektleiter und stellv. Direktor bei Holzindustrie Schweiz nahm er 2014 die Möglichkeit wahr, bei GEO Partner AG als Geschäftsführer einzusteigen und sich als Partner zu beteiligen. Durch zahlreiche Projekte ist er jedoch der Wald- und Holzbranche sowie auch dem Verband Holzindustrie Schweiz weiterhin verbunden geblieben.

Mit der Übernahme der neuen Funktion bei Holzindustrie Schweiz per 1. Mai 2018 wird sich Michael Gautschi von seiner Beteiligung bei GEO Partner AG vollständig lösen.

(Quelle: Holzindustrie Schweiz)

Abstimmung des EU Parlaments stellt Weichen für nachhaltige Holznutzung

Die Abstimmung zur EU-Richtlinie für Erneuerbare Energien sei ein wichtiger Schritt Europas in Richtung kreislaufbasierter Bioökonomie, schreibt die Wirtschaftskammer Österreich. Denn die Abgeordneten hätten sich damit für die nachhaltige Holznutzung und gegen die ineffiziente Ökostromförderung der Holzverbrennung ausgesprochen. Holz sei zu schade, um es nur zu verbrennen. Das hätten auch die Abgeordneten des Europäischen Parlaments erkannt und deshalb mit ihrer Abstimmung über die Neufassung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie (REDII) eine wichtige Forderung der Papierindustrie übernommen.

Die Papierindustrie kämpfe seit Jahren gegen die geförderte Verbrennung von Holz – ihrem wichtigsten Rohstoff. „Wir freuen uns sehr, dass die EU-Abgeordneten erkannt haben, wie wichtig der nachhaltige Umgang mit dem Rohstoff Holz ist. Die Papierindustrie leistet hier einen wertvollen Beitrag zur kreislaufbasierten Bioökonomie, indem sie aus Holz eine Vielzahl an Produkten herstellt, diese recycelt und nur die nicht mehr verwertbaren Reststoffe als erneuerbare Energieträger nutzt“, betont Gabriele Herzog. Die Geschäftsführerin der Austropapier sieht in der Bioökonomie – der Ablöse der Wirtschaftsgrundlage Erdöl durch nachwachsende Rohstoffe– eines der wichtigsten gesellschaftlichen Zukunftskonzepte.

Seit Jahren würden die Ökostromfördertarife für die energetische Nutzung von Biomasse den Holzmarkt verzerren und zu steigenden Holzkosten für holzbasierte Produktionsbetriebe wie die Papierindustrie führen. Dies könnte nun ein Ende haben, wenn der Europäische Rat der Meinung des Parlaments folgt.

Darüber hinaus setzen die Abgeordneten bei den Nachhaltigkeitskriterien auf gängige Waldbewirtschaftungssysteme, anstatt neue Regeln zu erfinden. Und auch bei der Energiegewinnung aus Abfällen gibt es ein wichtiges Signal: Hier orientiert sich die neue Richtlinie stark an der Abfallhierarchie, wonach das Recycling von Materialien wie Papier klaren Vorrang gegenüber der Verbrennung bzw. Energiegewinnung hat.

Kaskadische Holznutzung ist Standard

Die österreichische Papierindustrie hat durch ihren Bedarf an natürlichen Rohstoffen eine lange Tradition in Sachen Nachhaltigkeit. Der 100-prozentige Bezug von Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft, mehrfaches Recycling und mehrstufige Abwasserreinigung sind mittlerweile Standard. Die kaskadische Holznutzung – Mehrfachnutzung, Recycling und abschließende thermische Verwertung – und damit einhergehend die optimale Verwertung des wertvollen Rohstoffes Holz hat sie zur Leitbranche der kreislaufbasierten Bioökonomie gemacht. Mittlerweile erzeugen 24 Betriebe 5 Millionen Tonnen Papier und 2 Millionen Zellstoff pro Jahr und zusätzlich noch Textilien, Nahrungsmittelzusatzstoffe wie Kaugummizucker oder den Geschmacksstoff Vanillin. Auch zahlreiche Vorprodukte für die chemische Industrie kommen mittlerweile aus der Papierindustrie und ersetzen erdölbasierte Stoffe. Durch intensive Forschung an weiteren neuen Erzeugnissen aus Holzbestandteilen entwickelt sich die Branche zunehmend in Richtung Bioraffinerie. Im Holz steckt noch viel Potenzial für die Zukunft.

Zum Artikel auf EU-Recycling.com

(Quelle: Wirtschaftskammer Österreich)