Sicher Verpacken und Transportieren mit der neuen HPE-Verpackungsrichtlinie

Die HPE-Verpackungsrichtlinie ist Mitte Mai in 4. Auflage erschienen. Sie wurde inhaltlich und optisch komplett überarbeitet. Die Verpackungsrichtlinie des Bundesverbandes HPE mit Sitz in D-Bad Honnef setzt seit 1980 international anerkannte Mindeststandards für das Verpacken von Industriegütern. Die vollständig überarbeitete Richtlinie beschreibt die Konstruktion belastungs- und beanspruchungsgerechter Holzverpackungen für den weltweiten Versand.

Neu enthalten ist ein Kapitel über Schrumpfverpackungen, die unter bestimmten Voraussetzungen als Verpackungslösung einsetzbar sind und das Spektrum der Verpackungsmöglichkeiten nach unten abrunden. Kernstück der HPE-Verpackungsrichtlinie sind die Rahmenbedingungen und die Konstruktionshinweise für beanspruchungsgerechte Verpackungen aus Holz. In diesem Zusammenhang ist ein Kapitel über die Eigenschaften des natürlichen und beständigen Werkstoffes Holz neu aufgenommen worden. Überarbeitet wurden zudem die Anforderungen an Vollholz für den Einsatz als Verpackungsmaterial sowie an Sperrholz, OSB und Spanplatten für die Verwendung als Schalungsmaterial.

Das digitale Bestellformular zur 126 Seiten umfassenden deutschsprachigen Richtlinie (ISBN-Nr. 978-3-9819174-5-1, Preis 49,00 Euro, über: VHP GmbH, Rhöndorfer Strasse 85, D-53604 Bad Honnef), ist unter dem Link http://www.hpe.de/fachgruppe-verpackung.html hinterlegt.

(Quelle: Packaktuell)

Revision der Pflanzenschutzverordnung hat keine wesentlichen Auswirkungen auf ISPM 15 Standard

Am 1. Januar 2019 sollen die neuen Bestimmungen der Pflanzenschutzverordnung in Kraft treten, die Anfang Mai im Rahmen einer Vernehmlassung auf Bundesebene noch diskutiert wurden. Betreffend des ISPM 15 Standards gebe es keine wesentlichen Änderungen, heisst es von Seiten des Bundesamts für Umwelt: der Standard werde 1:1 von der Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) übernommen. Allerdings soll der Eidgenössische Pflanzenschutzdienst (EPSD) die Zulassungsvoraussetzungen jährlich kontrollieren. Die Ressourcen dafür gehen zulasten des Bundes.

Auszug aus der Vernehmlassung zur Verordnung über den Schutz von Pflanzen vor besonders gefährlichen Schadorganismen (Pflanzengesundheitsverordnung, PGesV), siehe PDF unten:

Der EPSD hat die Einhaltung der Zulassungsvoraussetzungen grundsätzlich jährlich zu kontrollieren (Artikel 59 und 60). Er kann die Häufigkeit der Kontrollen risikobasiert und betriebsspezifisch verringern, insbesondere wenn ein für die Ausstellung von Pflanzenpässen zugelassener Betrieb über einen anerkannten Risikomanagementplan verfügt (vgl. Art. 62) (Artikel 59 Absatz 2) oder wenn im ISPM15-Bereich die Verwendung unterschiedlicher Verpackungsmaterialien ausgeschlossen werden kann (Artikel 60 Absatz 2).

Le SPF doit en principe contrôler chaque année si les conditions d’agrément sont encore remplies (art. 59 et 60). Il peut réduire la fréquence des contrôles en fonction des risques et de manière spécifique à l’entreprise lorsqu’une entreprise agréée pour la délivrance de passeports phytosanitaires dispose d’un plan de gestion du risque phytosanitaire (cf. art. 62) (art. 59, al. 2) ou lorsque l’utilisation de différents matériaux d’emballage peut être exclue dans le champ de la NIMP 15 (art. 60, al. 2).

Ressourcen: CHF 150‘000.- pro Jahr für die Kontrolle der zugelassenen Betriebe im Rahmen der ISPM15-Markierung (Mehrkosten neu zulasten des Bundes).
Ressource : 150 000 CHF par an pour le contrôle des entreprises agréées dans le cadre du marquage NIMP 15 (les surcoûts seront désormais à la charge de la Confédération).

Art. 60
Überprüfung der Zulassung für die Behandlung oder Markierung von Holz, Verpackungsmaterial und anderen Gegenständen aus Holz
1 Der EPSD kontrolliert jährlich risikobasiert, ob die Zulassungsvoraussetzungen noch gegeben sind.
2 Er kann die Kontrollfrequenz verringern, wenn das vom zugelassene Betrieb ausgehende phytosanitäre Risiko vom EPSD für gering gehalten wird.

Art. 60 Contrôle de l’agrément pour le traitement ou le marquage de bois, de matériaux d’emballage ou d’autres objets en bois
1 Le SPF contrôle chaque année en fonction des risques phytosanitaires si les conditions d’agrément sont encore réunies.
2 Il peut réduire la fréquence des contrôles s’il juge que le risque phytosanitaire présenté par l’entreprise agréée est faible.

Vernehmlassung zur Verordnung über den Schutz von Pflanzen vor besonders gefährlichen Schadorganismen (Pflanzengesundheitsverordnung, PGesV)

Ordonnance sur la protection des végétaux contre les organismes nuisibles particulièrement dangereux (ordonnance sur la santé des végétaux)

(Quellen: BAFU, BLW)

VHPI Generalversammlung am 7. Juni 2018

Die Generalversammlung des VHPI findet am 7. Juni 2018 bei der Arthur Bründler AG in Ebikon statt. Eine Einladung wurde an alle Mitglieder verschickt.

Traktanden:

1. Eröffnung der Generalversammlung
2. Wahl der Stimmenzähler
3. Protokoll der Generalversammlung vom 28. Juni 2017 in Oensingen
4. Jahresbericht 2017
5. Jahresprogramm 2017 / 2018:
– ISPM15
– EPAL
– FEFPEB
– Arbeitssicherheit
– Rückblick Verbandsreise nach Rotterdam
6. Verbands-Finanzierungs-Konzept
7. Verbandsrechnung 2017
8. Revision / Entlastung des Vorstandes
9. Forecast 2018 / Budget 2019
10. Wahlen
11. Mutationen
12. Verschiedenes

Programm:

15.30 – 16.00 Uhr Eintreffen und Begrüssungskaffee
16.00 – 17.00 Uhr Werksbesichtigung Arthur Bründler AG
17.00 – 17.30 Uhr Referat von Oliver Baumann Projekt-Ingenieur
18.00 – 19.15 Uhr VHPI Generalversammlung
19.15 Uhr Apéro Riche

Neben der Generalversammlung gibt es eine Werksbesichtigung sowie einen Vortrag des erfahrenen Projekt-Ing. Oliver Baumann zum Thema „Automatisierung der Produktion». Er wird auch über die europäische Entwicklung der Kisten- und Palettenproduktion sprechen.

Neue Importvorschriften in Saudi-Arabien belasten Exportindustrie und Verpackungsbranche

Die Mitglieder des deutschen Bundesverbandes Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) sehen sich aktuell mit nicht einhaltbaren Einfuhrvorschriften in Bezug auf Kunststofffolien und Verpackungen in Saudi-Arabien konfrontiert. Danach dürfen die für die Exportverpackungen zum Schutz von Maschinen, Anlagen und vielen weiteren Investitionsgütern erforderlichen und derzeit alternativlosen Verpackungsmaterialien aus Polypropylen (PP) und Polyethylen (PE) < 250 µm spätestens ab dem 1. August 2018 nicht mehr nach Saudi-Arabien eingeführt werden. Betroffen sind Schweizer Exporteure im gleichen Masse.

Grundlage ist die saudische Regulierung (NA -156 – 16 – 03 – 03) vom 12. Dezember 2017, die nur noch oxo-biologisch abbaubare und entsprechend gekennzeichnete Kunststoffprodukte erlaubt. „Es ist unabdingbar, dass für die zahlreichen und hochwertigen aus Deutschland exportierten Maschinen sowohl ein wirksamer Korrosionsschutz als auch ein mechanischer Schutz gewährleistet wird. Dies ist aber nur mit Kunststofffolien aus Polyethylen oder vergleichbaren Verbundwerkstoffen möglich. Diese besitzen eine sehr geringe Wasserdampfdurchlässigkeit, was dem Korrodieren der Maschinen auf dem Transportweg entgegenwirkt“, erklärt HPE-Geschäftsführer Marcus Kirschner. Oxo-biologisch abbaubare Kunststoffprodukte besässen diese Eigenschaft nicht. „Darüber hinaus sind einige erforderliche Produkte zum Abpolstern aus oxo-biologisch abbaubaren Kunststoffen nicht verfügbar.“

Es sei deshalb damit zu rechnen, dass verpackte Güter aufgrund dieser Vorschriften den saudischen Zoll nicht passieren können und – wie derzeit zunehmend in den USA praktiziert – per teurer Luftfracht wieder zum Absender zurückgesendet werden. Das Ergebnis seien hohe Folgekosten für die Exportindustrie und die Verpackungsbranche.

Weiter zur Website des HPE

(Quelle: Packaktuell)