EPAL Business News erschienen

Die EPAL hat ihren ersten Newsletter des laufenden Jahres veröffentlicht. Darin werden folgende Themen behandelt:

  • EPAL CP-Paletten: Testlauf bei weltweit führendem Polymerhersteller Covestro
  • Blockchain gegen Zettelwirtschaft – EPAL als Projektteilnehmer
  • Preisindizes für Paletten-Schnittholz
  • EU Kommission will Schutz der EU-Außengrenzen im Kampf gegen Produkt- und Markenpiraterie verstärken
  • Fair Pallet Player by GS1 Switzerland & ASTAG
  • Portugiesisches EPAL Nationalkomitee auf der ProWein 2018
  • Futuropalette 2018 – Erfolgreicher Palettentag in Frankreich
  • GPAL stellt EPAL CP-Paletten auf der ACHEMA vor
  • Vorstandssitzung und Mitgliederversammlung der EPAL in Ljubljana/Slowenien

Zu den EPAL Business News Nr. 1/2018

Weitere Informationen sind auf der Webseite der EPAL zu finden: www.epal-pallets.org

(Quelle: European Pallet Association – EPAL)

Durch Klimawandel wachsen Bäume schneller aber das Holz wird leichter

Bäume im Klimawandel wachsen schneller. Das klingt wie eine gute Nachricht. Denn es bedeutet, dass Bäume mehr Kohlendioxid aus der Atmosphäre im Holz speichern und damit der Erderwärmung den Treibstoff entziehen. Doch ist die Rechnung so einfach? Ein Team der Technischen Universität München (TUM) hat Holzproben der ältesten existierenden Versuchsflächen aus 150 Jahren daraufhin analysiert – und kommt zu einem überraschenden Ergebnis: das Holz wird leichter.

Das Team um Hans Pretzsch, Professor für Waldwachstumskunde an der Technischen Universität München (TUM), hat Holzproben von mehreren hundert Bäumen untersucht und jeden einzelnen Jahresring mit einem Hightech-Verfahren analysiert – es sind mehr als 30000. ‹Unsere Hochfrequenzsonde tastet jede Probe in Hundertstelmillimeterschritten ab›, erklärt Pretzsch das Analyseverfahren. ‹Damit messen wir das spezifische Gewicht des Holzes in einer Genauigkeit und Auflösung, die bis vor kurzem nicht denkbar war.›

Der Klimwandel macht das Holz leichter

Mit der Kombination von Holzproben seit den 1870er-Jahren bis heute gekoppelt mit modernster Messtechnik konnte das Team am Wissenschaftszentrum Weihenstephan zeigen, dass das jährlich wachsende Holz seit Beginn der Beobachtungen allmählich leichter geworden ist: Seit 1900 um acht bis zwölf Prozent. Im gleichen Zeitraum hat sich das Volumenwachstum der Bäume in Mitteleuropa um 29 bis hundert Prozent beschleunigt.

Mit anderen Worten: Auch wenn heute mehr Holzvolumen produziert wird, ist es inzwischen mit weniger Substanz gefüllt als noch vor einigen Jahrzehnten. Die Erklärung, die sich vordergründig aufdrängt, trifft allerdings nicht zu. „Vielleicht mutmaßen nun manche, dass das schnellere Wachstum an sich schon die Ursache für unsere Beobachtungen sein könnte“, sagt Dr. Peter Biber, Mitautor der Studie – „bei manchen Baumarten ist es in der Tat so, dass breitere Jahresringe tendenziell auch leichteres Holz haben. Diesen Effekt haben wir aber berücksichtigt. Die Abnahme der Holzdichte, von der wir jedoch sprechen, hat andere Ursachen.“

Die Ursachen sehen Pretzsch und sein Team vielmehr im langfristigen Temperaturanstieg, hervorgerufen durch den Klimawandel und der damit zusammenhängenden Verlängerung der Vegetationszeit. Aber auch in den Stickstoffeinträgen aus Landwirtschaft, Verkehr und Industrie. Darauf deuten für Fachleute etliche Details hin, wie etwa ein Rückgang der Spätholzdichte und eine Zunahme des Frühholzanteils in den Jahresringen.

Leichteres Holz – wo ist das Problem?

Leichteres Holz ist weniger stabil und sein Brennwert ist geringer. Dies ist für zahlreiche Verwendungen entscheidend, vom Holzbau bis zur energetischen Nutzung. Weniger stabiles Holz in lebenden Bäumen steigert zugleich das Risiko von Schadereignissen wie Wind- und Schneebruch in Wäldern.

Das für Praxis und Politik wohl wichtigste Ergebnis der Studie ist jedoch, dass die aktuelle klimawirksame Kohlenstoffbindung der Wälder überschätzt wird, solange sie mit den gängigen veralteten Holzdichten berechnet wird. „Immer noch führt das beschleunigte Wachstum auch zu einem Mehr an Kohlenstoffbindung“, sagt Pretzsch. „Auf die Wälder von Mitteleuropa hochgerechnet liegt aber die traditionelle Schätzung um zehn Millionen Tonnen Kohlenstoff pro Jahr zu hoch.“

(Quelle: TU München)

Charta für den Europaletten-Tausch vorgestellt

GS1 Schweiz und der Schweizerische Nutzfahrzeugverband ASTAG haben eine gemeinsame Handlungsempfehlung erarbeitet, die den Tausch von Europaletten regelt. Ziel dieser „Charta“ ist ein funktionierender, offener Pool von Europaletten, bei dem die Rechte und Pflichten geregelt sind und die Lasten verursachergerecht getragen werden. Die Empfehlung „Tausch von Europaletten“ ist auf der Internetseite www.europalettentausch kostenlos verfügbar.

Der Tausch von standardisierten Europapaletten sei seit Jahren für alle Beteiligten ein grosses Ärgernis, schreibt GS1 in der Zeitschrift „Logistik und Fördertechnik“ vom 3. August 2018. Da die Paletten nach durchschnittlich sieben bis neun Umläufen repariert werden müssten, würden sie ihren Wert für den aktuellen Besitzer verlieren, heisst es. Dies führe im offenen Tauschsystem immer wieder zu Schummeleien. GS1 und ASTAG hätten deshalb eine Fachgruppe gegründet mit dem Ziel, das aktuelle Tauschsystem gerechter und transparenter zu gestalten.

In einem ersten Schritt wurden für alle Poolteilnehmer verbindliche Richtlinien und Regelungen betreffend Aufgaben, Pflichten und Rechte erarbeitet und in der Empfehlung „Tausch von Europaletten“ im Sinne eines Code of Conduct festgehalten. Zentraler Punkt der Massnahmen sei die Webseite www.europalettentausch.ch.

Vorgehen:

  • Die Tauschteilnehmer registrieren sich kostenlos auf der Webseite und verpflichten sich damit, die festgelegten Aufgaben und Pflichten gemäss der Handlungsempfehlung wahrzunehmen. Dazu gehört u.a. die Einhaltung der EPAL-Tauschkriterien sowie Transparenz in Bezug auf Beschaffung, Reparatur und Entsorgung. Weiter sind die Teilnehmer verpflichtet, ihr Personal für einen sorgfältigen Umgang mit den Paletten gemäss Handlungsempfehlung zu schulen.
  • Mit der Beteiligung an dem Tauschsystem bekunden die Teilnehmer, dass sie „Fair Pallet Player“ sind und können das zugehörige Label für ihre Marketingmassnahmen verwenden.

Zur Webseite www.europalettentausch.ch

(Quelle: Zeitschrift Logistik und Fördertechnik vom 3. August 2018)