GS1 Schweiz und der Schweizerische Nutzfahrzeugverband ASTAG haben eine gemeinsame Handlungsempfehlung erarbeitet, die den Tausch von Europaletten regelt. Ziel dieser „Charta“ ist ein funktionierender, offener Pool von Europaletten, bei dem die Rechte und Pflichten geregelt sind und die Lasten verursachergerecht getragen werden. Die Empfehlung „Tausch von Europaletten“ ist auf der Internetseite www.europalettentausch kostenlos verfügbar.

Der Tausch von standardisierten Europapaletten sei seit Jahren für alle Beteiligten ein grosses Ärgernis, schreibt GS1 in der Zeitschrift „Logistik und Fördertechnik“ vom 3. August 2018. Da die Paletten nach durchschnittlich sieben bis neun Umläufen repariert werden müssten, würden sie ihren Wert für den aktuellen Besitzer verlieren, heisst es. Dies führe im offenen Tauschsystem immer wieder zu Schummeleien. GS1 und ASTAG hätten deshalb eine Fachgruppe gegründet mit dem Ziel, das aktuelle Tauschsystem gerechter und transparenter zu gestalten.

In einem ersten Schritt wurden für alle Poolteilnehmer verbindliche Richtlinien und Regelungen betreffend Aufgaben, Pflichten und Rechte erarbeitet und in der Empfehlung „Tausch von Europaletten“ im Sinne eines Code of Conduct festgehalten. Zentraler Punkt der Massnahmen sei die Webseite www.europalettentausch.ch.

Vorgehen:

  • Die Tauschteilnehmer registrieren sich kostenlos auf der Webseite und verpflichten sich damit, die festgelegten Aufgaben und Pflichten gemäss der Handlungsempfehlung wahrzunehmen. Dazu gehört u.a. die Einhaltung der EPAL-Tauschkriterien sowie Transparenz in Bezug auf Beschaffung, Reparatur und Entsorgung. Weiter sind die Teilnehmer verpflichtet, ihr Personal für einen sorgfältigen Umgang mit den Paletten gemäss Handlungsempfehlung zu schulen.
  • Mit der Beteiligung an dem Tauschsystem bekunden die Teilnehmer, dass sie „Fair Pallet Player“ sind und können das zugehörige Label für ihre Marketingmassnahmen verwenden.

Zur Webseite www.europalettentausch.ch

(Quelle: Zeitschrift Logistik und Fördertechnik vom 3. August 2018)