HPE CERTIFIED PALLETS: Individuelle Paletten für mehr Qualität und Sicherheit bei Lagereinrichtungen

Die Palette ist nach wie vor der wichtigste und am häufigsten genutzte Ladungsträger weltweit, um Güter zu transportieren und zu lagern. Zugleich sind rund die Hälfte der jährlich 110,6 Mio. in Deutschland produzierten Paletten nicht standardisiert. Der Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V. hat deshalb die Palettenrichtlinie erarbeitet und eine Fachgruppe gegründet.

Die aktuell 20 Mitglieder der 2017 gegründeten Fachgruppe HPE CERTIFIED PALLETS haben sich zusammengeschlossen, um die Qualitätssicherung nicht standardisierter, individueller Paletten dauerhaft zu gewährleisten. „Im Mittelpunkt stehen dabei produkt- und versandwegspezifische Konstruktionsmerkmale der Palette für den jeweiligen Kunden inklusive statischer Berechnungen mittels der Software PALLET-Express“, so Kirschner. „Mit Hilfe der in der Palettenrichtlinie definierten Grundsätze ist es möglich, jede nicht standardisierte Palette mit dem maximalen Sicherheitsstandard für die verschiedenen Kundenbranchen zu konstruieren“, konkretisiert Engelbert Schulte, Vorsitzender der Fachgruppe HPE CERTIFIED PALLETS. Durch kontinuierliche Mitarbeiterschulungen und regelmäßige externe Auditierungen durch unabhängige Prüfer werde zudem sichergestellt, dass sämtliche Fachgruppen-Paletten den jeweils mit den Kunden vereinbarten Spezifikationen entsprechen.

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(Quelle: Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V.)

FEFPEB-Stellungnahme zur Durchsetzung des ISPM 15-Standards nach Brexit

Der Europäische Verband der Hersteller von Holzpaletten und Holzverpackungen (FEFPEB) betont in einer Stellungnahme die entscheidende Bedeutung von Holzverpackungsmaterial (Wooden Packaging Material – WPM) für einen reibungslosen Warenverkehr zwischen den Ländern. Dies habe sich während der jüngsten COVID 19-Sperrfristen Anfang dieses Jahres gezeigt, als die Regierungen mehrerer Länder in Europa die Herstellung und Reparatur von Paletten und Verpackungen als „wesentliche“ Sektoren bezeichneten, die während der gesamten Dauer der Pandemieeinschränkungen weiter betrieben werden durften, um die Versorgung mit Gütern wie Lebensmitteln, Getränken und pharmazeutischen Produkten sicherzustellen.

Würden die Produktion, die Reparatur oder der Transport von WPM gestört wird, würden damit auch lebenswichtige internationale Lieferketten unterbrochen.

Wenn Grossbritannien die Europäische Union am 1. Januar 2021 vollständig verlässt, werde es eine wichtige Änderung des Gesetzes über den Verkehr von Holzverpackungsmaterial zwischen diesen nun getrennten Märkten geben. Ab diesem Datum müssen alle WPM, die vom Vereinigten Königreich in die EU und umgekehrt verbracht werden, den Vorschriften des Internationalen Standards für phytosanitäre Maßnahmen Nr. 15 (ISPM15) entsprechen. Dies bedeute, dass das Holzverpackungsmaterial einer Hitzebehandlung – oder einer anderen gleichwertigen Behandlung – unterzogen worden sein und deutlich als solche gekennzeichnet sein muss. Das derzeitige Durchsetzungsregime für ISPM 15 zwischen den EU-Ländern basiert auf der Tatsache, dass das pflanzengesundheitliche Risiko von WPM-Bewegungen in diesen Gebieten der Welt vernachlässigbar gering ist. Wenn die Brexit-Übergangsperiode Ende 2020 endet, wird sich dieses Risiko für die Pflanzengesundheit nicht ändern. Die Holzverpackungsindustrie erklärt daher, dass es keine wissenschaftliche oder faktenbasierte Rechtfertigung für eine Änderung der an den Grenzen der EU und Großbritanniens ab 1. Januar 2021 geltenden Vorschriften oder Durchsetzungsregelungen gibt.

Der Verband fordert die europäischen Behörden deshalb dazu auf, weiterhin einen risikobasierten Ansatz zur Durchsetzung von ISPM 15 zu fahren und so eine weitere Zusammenarbeit zwischen den Ländern zu ermöglichen.

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(Quelle: FEFPEB e.V.)

HPE-Blitzumfrage: „Bisher mit blauem Auge davongekommen“ – Unternehmen der Holzpackmittelindustrie vorsichtig optimistisch

Laut einer aktuellen Blitzumfrage des Bundesverbandes Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V. sind die Prognosen für die fast ausschließlich kleinen und mittelständischen Familienunternehmen der Branche zaghaft positiv. Da auch die Hersteller des Konjunkturindikators Paletten wegen der Corona-Krise etwas weniger pessimistisch in die Zukunft blicken, lassen die Ergebnisse auf einen weiteren gesamtwirtschaftlichen Aufschwung hoffen. „Die HPE-typische Konstante ist nach wie vor unverändert: Die Branche steht zusammen und nimmt ihre gesamtgesellschaftliche Verantwortung sowohl für ihre Kunden als auch für die Mitarbeiter und deren Familien sehr ernst“, resümiert Marcus Kirschner, Geschäftsführer des Traditionsverbands.

Nach einer ersten Umfrage Ende April zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Holzpackmittelindustrie nahmen dieses Mal 120 Unternehmen an einer zweiten Befragung des Bundesverbandes HPE teil. „Der Optimismus kehrt zurück“, so HPE-Geschäftsführer Kirschner. „Insbesondere die Prognose der wirtschaftlichen Lage im Jahr 2021 im Vergleich zu 2020 fällt bei den Umfrageteilnehmern deutlich besser aus.“ So erwarten jetzt 39 Prozent der Befragten eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage für ihr Unternehmen – Ende April waren es nur 24 Prozent.

Ein ebenfalls positiver Trend ist bereits für das Jahr 2020 zu erkennen. Für die nächsten drei Monate prognostizieren 25 Prozent der Befragten, dass die nachfrageseitig bedingte Entwicklung von Beeinträchtigungen ihres Unternehmens, wie Auftragseinbußen oder Stornierungen, abnehmen werden. Dies entspricht einem Anstieg von vier Prozent zur letzten Umfrage. Für den Zeitraum bis zum Ende des Jahres gaben schon 36 Prozent der Befragten an, dass die Beeinträchtigungen weniger werden. Auch hier wird die Lage also mittlerweile positiver eingeschätzt.

Aktuell noch stärker von den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise betroffen sind vor allem die Bereiche Kisten- und Palettenherstellung. Im Bereich Kisten gaben mit 54 Prozent der Befragten nochmals drei Prozent mehr an, besonders negativ betroffen zu sein. Bei Paletten hingegen sank die Zahl immerhin von 42 Prozent auf rund 40 Prozent. „Ausschlaggebend für diese leicht gegensätzliche Entwicklung ist insbesondere, dass lebenswichtige Güter wie Lebensmittel und Pharmazeutika meist auf Paletten transportiert werden. In der Corona-Krise sind hier deshalb die Auswirkungen milder als im Bereich der Kisten und Exportverpackungen, deren Einsatzbereiche, wie etwa Automobile und Maschinenbau, coronabedingt stärker betroffen sind“, erklärt Kirschner. Bremsende Faktoren in allen Bereichen bleiben nach wie vor die Reisebeschränkungen und die teils drastischen Corona-Entwicklungen in vielen klassischen Exportdestinationen. Diese führen dazu, dass Abnahmen und Freigaben oder auch das Maßnehmen vor Ort nicht möglich seien, so die Unternehmen. Manchmal fehle es im Zielland schlichtweg an Personal, sodass Anlagen nicht aufgebaut werden können oder in den Häfen auf den Weitertransport warten.

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(Quelle: Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V.)