Wertvolles sicher verpackt: HPE-Richtlinie setzt weltweiten Maßstab bei Verpackungen

Ob zu Land, zu Wasser oder in der Luft: Holzverpackungen sind extremen Belastungen ausgesetzt und müssen stets dafür sorgen, dass auch massive und hochsensible Güter wie Industrieanlagen, Schiffsmotoren oder Kunstwerke sicher ihr Ziel erreichen. Hierfür sind höchste Qualitätsstandards für die Verpackung ein absolutes Muss. Bereits 1980 haben sich Verpackungsbetriebe in der Fachgruppe „Verpackung nach HPE-Standard“ zusammengeschlossen, deren Produkte heute an der Kennzeichnung mit der eingetragenen Marke HPE CERTIFIED CUSTOM PACKAGING erkennbar sind. Wofür die Fachgruppe des Bundesverbandes Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V. sowie das Qualitätssiegel stehen und warum mittlerweile weltweit danach gefragt wird, weiß Marcus Kirschner, Geschäftsführer des HPE.

Zum vollständigen Beitrag auf der Website des HPE e.V.

(Quelle: HPE e.V.)

EPAL-Paletten „Ready for Brexit“

Wenn das Vereinigte Königreich am 1. Januar 2021 die EU verlässt, befürchten Import- und Exportunternehmen, dass der Handel zwischen dem ehemaligen Mitglied der EU und umgekehrt nicht mehr reibungslos funktionieren könnte. Als Grund nennen sie einen Mangel an IPPC-konformen Holzverpackungen und -Paletten, die ab dem 1. Januar 2021 beim Transport in das Vereinigte Königreich und zurück dem internationalen Standard für pflanzengesundheitliche Maßnahmen ISPM 15 entsprechen müssen.

Für den internationalen Warenverkehr außerhalb der EU ist der ISPM 15-Standard seit 2002 zum Schutz heimischer Wälder vor Schädlingen vorgeschrieben. Für den Warentransport innerhalb der EU ist die Behandlung nicht verpflichtend. Bei der Einfuhr in Drittländer wird der Standard streng kontrolliert und bei Nichtbehandlung des Ladungsträgers wird die Einfuhr der gesamten Ware verweigert. Ab dem 1. Januar 2021 gilt das Vereinigte Königreich als Drittland und beim Warentransport werden die Holzpaletten an allen Grenzen zum und im Vereinigten Königreich auf den ISPM 15-Standard hin kontrolliert.

Der ISPM 15-Standard fordert die Behandlung von Vollholz mit einer anerkannten Maßnahme. Dies wird bei allen EPAL Paletten durch eine Hitzebehandlung (Heat Treatment) in Trockenkammern erzielt. Erkennbar ist dies am Einbrand der Mittelklötze mit der IPPC-Kennzeichnung und der IPPC- Nummer des Lizenznehmers sowie an der Abkürzung HT. Die Kennzeichnungen dürfen nur von Betrieben verwendet werden, die bei der zuständigen phytosanitären Behörde registriert sind.

EPAL Holzladungsträger sind auch nach dem Brexit uneingeschränkt für den Im- und Export von Waren in das Vereinigte Königreich und zurück in die EU verwendbar

Im Technischen Regelwerk der EPAL ist die Behandlung nach dem ISPM 15-Standard bei der Produktion aller EPAL Paletten seit 2010 verpflichtend. Bei der Reparatur verlangt die EPAL von seinen Lizenznehmern den Gebrauch von neuem Holz und darüber hinaus, die Verpflichtung der Reparaturbetriebe, die nationalen ISPM 15-Regelungen zu beachten.

(Quelle: www.epal-pallets.org)

 

Blitzumfrage: Aussichten trüben sich angesichts Holzmarktsituation & Teil-Lockdown ein

Laut einer aktuellen Blitzumfrage des Bundesverbandes Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V. sind die Aussichten für seine Branchenmitglieder etwas schlechter geworden. Insbesondere die sich zuspitzende Schnittholzsituation, steigende Holzpreise und die fehlende Planbarkeit angesichts des zweiten Teil-Lockdowns setzen den fast ausschließlich kleinen und mittelständischen Familienunternehmen der Branche zu. Zugleich zeige sich in der Befragung auch, wie flexibel die traditionelle Branche auf die digitalen Herausforderungen in der Corona-Pandemie reagiert, schreibt der Verband.

Nach bisher zwei Umfragen zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Holzpackmittelindustrie nahmen aktuell 110 Unternehmen an einer dritten Umfrage des Verbandes teil. Befragt nach den Folgen der Krise, geben 70 Prozent der Unternehmen an, negativ von Umsatzeinbußen betroffen zu sein. Dies bedeutet immerhin eine leichte Verbesserung zur vorherigen Umfrage, dort waren es 73 Prozent der Befragten. „Allerdings sind die Prognosen für die kommenden 3 Monate nicht rosig: 66 Prozent der Umfrageteilnehmer gehen weiter von gleichbleibenden bis deutlich zunehmenden nachfrageseitig bedingten Einbußen aus“, so Kirschner. Und er ergänzt: „Hinzu gekommen ist eine neue, besorgniserregende Dimension: Sprunghaft angestiegen gegenüber den letzten Umfragen sind die Sorgen um die Lieferketten. 39 Prozent der Befragten erwarten Versorgungsengpässe bei Schnittholz und Holzwerkstoffen. Dieser Wert hat sich von 12 Prozent gegenüber der letzten Befragung mehr als verdreifacht.“

Auch der Optimismus der zweiten Umfrage für den wirtschaftlichen Ausblick 2021 hat sich deutlich eingetrübt. Waren es im Sommer noch 39 Prozent, die eine Besserung der Lage erwartet hatten, so sind es nun mit 24 Prozent deutlich weniger. „Hauptgründe dafür sind in den steigenden Corona-Fallzahlen zum Zeitpunkt der Befragung Ende Oktober zu sehen und dem sich da schon abzeichnenden zweiten Teil-Lockdown sowie die Preisrallye an den Schnittholzmärkten insbesondere in den USA“, erklärt der HPE-Geschäftsführer.

Aktuell sind noch immer die Bereiche Exportverpackungen (37 Prozent), Kisten- (43 Prozent) und Palettenherstellung (40 Prozent) in den Unternehmen stärker von den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise betroffen als beispielsweise Lagerung (5 Prozent) oder Logistik (8 Prozent). Die coronabedingten Auswirkungen im Export sowie auf den schrumpfenden außereuropäischen und europäischen Märkten stellen besonders diese Bereiche vor große Herausforderungen. Das Instrument der Kurzarbeit wird insgesamt weniger genutzt, da einerseits die Schwankungen beim Auftragseingang deutlich zugenommen haben und andererseits angesichts steigender Fallzahlen mehr Flexibilität für etwaige Quarantänen bei Mitarbeitern benötigt werde.

Befragt nach den digitalen Veränderungen in der Branche, zeigt sich ein erfreuliches Bild. Während vor dem Beginn der Corona-Pandemie bei 14 Prozent der Unternehmen Mitarbeiter im Homeoffice beschäftigt waren, hat sich dieser Wert im Verlauf der Krise mehr als verdoppelt auf 34 Prozent. Auch wenn sich bei der Umsetzung von Homeoffice diverse Widrigkeiten ergeben können, gaben 78 Prozent der befragten Unternehmer an, damit keine Probleme zu haben. „Dies zeigt, wie anpassungsfähig die teilweise in sechster oder siebter Generation geführten Branchenbetriebe arbeiten“, fasst der Verbandsmann die Flexibilität der Verbands-Unternehmen und -Mitarbeiter abschließend zusammen.

(Quelle: HPE e.V.)