Holzpackmittelindustrie mit Umsatz- und Produktionsplus

Joachim Hasdenteufel, Vorsitzender des Bundesverbandes Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE), erklärte beim HPE-Wirtschafts-Pressegespräch am 25. September 2018 im Rahmen der Fachpack in Nürnberg Kosten- und Zeitdruck in der Branche nehmen zu.

„Trotz wirtschaftspolitisch unruhiger Zeiten mit offener Eskalationsspirale ist die deutsche Holzpackmittelindustrie angesichts eines soliden Wirtschaftswachstums in Deutschland und neuer Impulse aus dem Auslandsgeschäft zuversichtlich gestimmt und geht von steigenden Absatzmengen für das Gesamtjahr 2018 aus. Wir sehen die deutsche Wirtschaft und unsere Branche weiter auf Wachstumskurs, so war etwa das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal 2018 – preis-, saison- und kalenderbereinigt – um 0,5 % höher als im Vorquartal. Im ersten Quartal 2018 hatte es einen Anstieg des BIP um 0,4 % gegeben. Sowohl der Inlandsmarkt als auch die Exporte konnten in diesem Jahr zulegen. Diese parallele Entwicklung der deutschen Wirtschaft belebt unmittelbar die Verkäufe der Holzpackmittelindustrie, denn nahezu jedes ausgeführte Produkt wird entweder verpackt und/oder auf einer Palette befördert. Auch innerdeutsch macht sich dies bemerkbar: Infolge höherer Konsumausgaben der privaten Haushalte und des Staates werden immer mehr Waren auf Paletten aus Holz befördert. Die Beschäftigung, die Einkommen sowie die private und staatliche Konsumnachfrage steigen. Zudem erhöhte sich die Investitionstätigkeit, insbesondere bei Ausrüstungen, Bauten und sonstigen Anlagen.

Gute Wirtschaftslage – vorsichtige Geschäftserwartungen

Damit setzt sich der volumenmäßige Aufwärtstrend der vergangenen Jahre auch 2018 für unsere Branche fort. Die Risiken, vor allem im außenwirtschaftlichen Umfeld, sind allerdings weiterhin hoch und schwer kalkulierbar. Die Lagebeurteilung in der Holzpackmittelbranche und der deutschen Wirtschaft insgesamt ist nach wie vor überdurchschnittlich positiv. Bei den Geschäftserwartungen werden die Akteure hingegen vorsichtiger: Die Holzpackmittelbranche beurteilt die Aussichten für die kommenden sechs Monate leicht rückläufig. Im gesamten verarbeitenden Gewerbe ist der Geschäftsklimaindex nach zuletzt sechs Rückgängen in Folge allerdings wieder gestiegen. Dies ist auf merklich optimistischere Erwartungen der Industriefirmen zurückzuführen, vor allem in der Automobilbranche. Mehrere Unternehmen planen, die Produktion anzuheben. Die aktuelle Lage schätzen diese Unternehmen hingegen etwas weniger gut ein.

Umsatzwachstum um knapp 30 % im 1. Halbjahr – Erwarteter Mengenwachstum in 2018 um 5 %

Die Hersteller von Holzpackmitteln (Betriebe ab 50 Beschäftigten) konnten ihren Gesamtumsatz im 1. Halbjahr 2018 mit fast 470 Millionen Euro um knapp 30 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum steigern, wobei der Inlandsumsatz um 30,8 % und der Auslandsumsatz um 18,9 % zulegte. Auch die Zahl der Beschäftigten ist um gut 19 % gestiegen. Damit setzt sich der bereits im ersten Quartal festgestellte Trend fort. Gleichwohl gilt es anzumerken, dass die Daten statistisch überzeichnet sind. Der Grund hierfür: Die Zahl der in der amtlichen Statistik erfassten Betriebe – es werden nur die größeren Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten gezählt – nahm zu Jahresbeginn um 9,6 % auf 50 Betriebe zu, ist seitdem aber unverändert geblieben. Die Zahl der Beschäftigten stieg im Vergleich zum ersten Quartal 2018 leicht auf 4.555 an. Wir gehen derzeit davon aus, dass auch die Produktionsmengen auf Jahressicht um rund 5 % zulegen werden. Dabei ist die Dynamik bei der Herstellung von Holzpaletten etwas ausgeprägter ist als bei den Kisten und Exportverpackungen.

Weitere Infos und Grafiken auf der Webseite www.verpackungswirtschaft.de

(Quelle: www.verpackungswirtschaft.de und Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung HPE)

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