Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle / EG-Vorschlag

Wir haben Sie über den kürzlich veröffentlichten Entwurf informiert, Link.
Eine FEFPEB-Taskforce Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung (PPWR) wurde eingerichtet, um den Verordnungsentwurf zu analysieren und eine Strategie für Lobbying-Aktionen zu entwickeln, die alle Teilbereiche Paletten, Industrieverpackungen und Leichtverpackungen abdecken.
Die erste Sitzung dieser Taskforce wird nächste Woche stattfinden.

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EPAL ist Mitglied der Logistics Hall of Fame

Die European Pallet Association e.V. (EPAL) ist am 29. November 2022 im Rahmen eines Galaempfangs in Berlin gemeinsam mit anderen Personen und Organisationen als neues Mitglied in die Logistics Hall of Fame aufgenommen worden.

29. November 2022 „Die Logistics Hall of Fame ehrt international Persönlichkeiten, die sich um die Weiterentwicklung von Logistik und Supply Chain Management außergewöhnlich verdient gemacht haben“, so ist es auf der Website der Logistics Hall of Fame zu lesen. EPAL freut sich, ab sofort als „Palettenpionier“ zu diesem Kreis von Persönlichkeiten zu zählen und bedankt sich für die mit der Auszeichnung verbundene Wertschätzung des EPAL Europalettenpools, der vielen Verwender von EPAL Europaletten und der Lizenznehmer der EPAL, die mit der Produktion und der Reparatur von EPAL Europaletten diesen großen Erfolg möglich gemacht haben.
Anlässlich der Bekanntgabe der Auszeichnung hat der CEO der EPAL, Bernd Dörre, in einem schriftlichen Interview verschiedene Fragen der Logistics Hall of Fame beantwortet:

Was war das einschneidendste Ereignis in der Geschichte der Palette im Zusammenhang mit Ihrer Leistung?
Das einschneidendste Ereignis hat 1989 und damit zwei Jahre vor der Gründung der EPAL stattgefunden: die Öffnung der Grenzen zwischen Westeuropa und Osteuropa, welche die Menschen in Europa zuvor getrennt haben. Mit der Freiheit der Menschen kam auch die Freiheit des Warenverkehrs, und der Ladungsträger dieser neuen Freiheit war die EPAL Europalette.
Die bis 1989 allein national organisierten Palettenverbände – in Deutschland die 1977 gegründete Gütegemeinschaft Paletten e.V. – haben rasch erkannt, dass der schnell wachsende Warenverkehr in dem fortan ungeteilten Europa eine einheitlich normierte, qualitativ hochwertige und tauschfähige Europalette benötigt. Und der Erfolg hat nicht lange auf sich warten lassen. Kurz nach der Gründung der EPAL im Jahr 1991 durch die EPAL-Verbände in Deutschland, Frankreich und der Schweiz sind weitere EPAL-Verbände in Polen, Italien, Spanien und vielen anderen Ländern Europas entstanden. Das enge Netz der Hersteller und Verwender von EPAL Europaletten und die unzähligen auf EPAL
Europaletten transportierten Waren verbinden heute die Menschen in ganz Europa und vielen weiteren Ländern der Welt.
Geburtsstunde der EPAL und des EPAL Europalettenpools und damit das ohne Zweifel einschneidendste Ereignis in der Geschichte der EPAL Europalette war die Überwindung der Teilung Europas.
Die Bedeutung und der Erfolg der EPAL sind auch in Zahlen ablesbar:
Im Jahr 2021 sind erstmals mehr als 100 Millionen EPAL Europaletten produziert worden, und es befinden sich – zurückhaltend geschätzt – ca. 625 Millionen EPAL Europaletten im Umlauf. Damit ist EPAL der mit Abstand größte Europaletten-Pool der Welt. Durch die große Zahl der im Umlauf befindlichen EPAL Europaletten und die mehr als 1.500 Produktions- und Reparaturbetriebe der EPAL können die Verwender aus Handel und Industrie jederzeit mit EPAL Europaletten versorgt werden. Anders als bei anderen Poolanbietern sind im EPAL-Tauschpool nach dem Beginn des Ukraine-Kriegs keine Störungen bei der Versorgung der Verwender mit Europaletten aufgetreten. Die Lizenznehmer der EPAL haben im ersten Halbjahr 2022 trotz Krieg und Sanktionen im Vergleich zum Vorjahr die Produktion von EPAL Europaletten um 6,25 Millionen Paletten erhöht (+ 12,5 %). Damit hat EPAL die in dieser Zeit besonders wichtige Resilienz der Palettenversorgung im EPAL Europalettenpool eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Welche Herausforderungen kommen auf die Palette zu?
Die EPAL Europalette ist aus der heutigen Welt nicht wegzudenken, und so teilt sie mit der Welt auch die zentrale Herausforderung: die Bewältigung des Klimawandels mit all seinen Auswirkungen für Umwelt und Menschen.
Wir haben in diesem Jahr eine in vielen Ländern außergewöhnliche Hitze und Trockenheit und hiermit verbunden Waldbrände und die Schädigung von Bäumen und Natur erlebt. Die Nutzung von Holz für Wirtschaft und Industrie wird in der Zukunft nur dann möglich sein, wenn sie Teil einer nachhaltigen Forstwirtschaft und einer verantwortungsvollen Nutzung der Ressource Holz ist. EPAL Europaletten und der EPAL-Tauschpool erfüllen diese Voraussetzungen bereits seit vielen Jahren. EPAL Europaletten werden ganz überwiegend aus regionalen und zertifizierten Holzbeständen produziert, und die Nutzung und der Tausch von EPAL Europaletten über einen Zeitraum von vielen Jahren reduzieren deutlich den Bedarf an Holz. Der überwiegende Einsatz von Energie aus erneuerbaren Ressourcen und das vollständige Recycling runden die positive Klima- und Umweltbilanz der EPAL Europalette ab. Die Herausforderung der kommenden Jahre wird daher darin bestehen, den Einsatz und Tausch von EPAL Europaletten in dem offenen EPAL-Tauschpool für noch mehr Unternehmen und in noch mehr Ländern attraktiver zu machen und so einen noch größeren Beitrag der Logistik und der Verpackungsindustrie für den Klimaschutz zu leisten.

Welche Pläne haben Sie für die Zukunft der Palette?
Der Erfolg der EPAL Europalette ist unmittelbar verbunden mit dem Palettentausch in dem offenen EPAL-Tauschpool, einem Musterbeispiel einer funktionierenden Circular Economy. Die Zukunft der EPAL Europalette wird weiterhin darin bestehen, den Einsatz und den Tausch von EPAL Europaletten im offenen EPAL-Tauschpool noch einfacher und noch besser zu machen.
Zentrales Instrument wird dabei die weitere Digitalisierung der Prozesse sein, in denen die EPAL Europalette eingesetzt wird. Nächster Schritt auf diesem Weg ist die Serialisierung der EPAL Europalette, welche es den Verwendern aus Logistik, Handel und Industrie ermöglicht, den Standort und die Beladung von EPAL Europaletten individuell zu erfassen. Gleichzeitig wird in dem EPAL Innovation Lab, der Zukunftswerkstatt der EPAL, ständig nach Lösungen für die Logistik von morgen gesucht. In direktem Austausch mit den Verwendern von EPAL Europaletten und den zahlreichen Dienstleistern im offenen EPAL-Tauschpool bereitet sich EPAL schon heute auf die nächsten Jahrzehnte der Europalette vor.

Wenn Sie die Möglichkeit hätten, die Palette heute noch einmal neu zu erfinden, was würden Sie anders machen?
Die Europalette gibt es seit mehr als 60 Jahren, die EPAL Europalette seit mehr als 30 Jahren, und in dieser Zeit hat sich an der Konstruktion und dem Erscheinungsbild der Europalette fast nichts geändert. Das gilt nur für wenige andere erfolgreiche Produkte, und es hat mehrere gute Gründe:
Die Herstellung von EPAL Europaletten aus Holz ist perfekt für die Stabilität und Sicherheit sowie auch für die Nachhaltigkeit der Warenlogistik. Zugleich sind die Maße der EPAL Europalette heute einer der wichtigsten Industriestandards, an dem sich die Maße von LKW, Lagern und Regalen, Förderbändern, Kartons und vielen anderen Produkten orientieren. Nicht umsonst wird die Europalette häufig als das Maß aller Dinge bezeichnet. Jede Änderung oder Neuerfindung der EPAL Europalette würde die Welt der Logistik auf den Kopf stellen.
Blicken wir aber zurück auf die Erfindung der Europalette, so würden wir mit dem Wissen von heute den weltweiten Tausch von Europaletten als unverzichtbaren Teil der Europalette gleich „miterfinden“. In der Realität war der offene und freie Tausch von Europaletten zunächst nur ein Zufallsergebnis. Allein durch den langjährigen Einsatz der EPAL und ihrer nationalen Verbände hat sich in vielen europäischen Ländern eine Kultur des Palettentauschs entwickelt, die heute ein unverzichtbarer Bestandteil einer nachhaltigen Logistik ist. Diese Kultur des offenen Palettentauschs und die Europalette als Logistikstandard in allen Ländern der Welt zu etablieren, wäre etwas, das wir mit der Europalette zusammen erfinden würden. Wir bei der EPAL arbeiten daran, jeden einzelnen Tag.

Über EPAL:
Die European Pallet Association e.V. (EPAL) organisiert als internationaler Verband den EPAL Europaletten-Tauschpool. EPAL Europaletten sind das Fundament der Lieferketten von Industrie und Handel in Europa. Die Marke EPAL steht für Qualität, Sicherheit und Nachhaltigkeit in der Logistik.
Mit aktuell ca. 625 Mio. EPAL Europaletten und ca. 20 Mio. EPAL Gitterboxen im Umlauf ist der EPAL Europaletten-Tauschpool der größte offene Paletten-Tauschpool der Welt. Mehr als 1.500 Lizenznehmer der EPAL produzieren und reparieren weltweit EPAL Europaletten und weitere EPAL-Ladungsträger.
EPAL verfolgt als non-profit-Organisation keine finanziellen Interessen. 1991 als internationaler Verband für tauschfähige Europaletten gegründet, ist die EPAL heute mit nationalen Verbänden und Vertretungen in mehr als 30 Ländern aktiv. Im Mittelpunkt der Tätigkeit der EPAL steht die Organisation des internationalen EPAL Europaletten-Tauschpools und die Qualitätssicherung der Produktion und Reparatur von EPAL Europaletten, EPAL-Gitterboxen und anderen EPAL-Ladungsträgern.
Der EPAL Europaletten-Tauschpool mit den Prinzipien Wiederverwendung, Tausch, Reparatur und Recycling ist seit mehr als drei Jahrzehnten ein Musterbeispiel der nachhaltigen Kreislaufwirtschaft. EPAL Europaletten aus Holz leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Sie speichern CO2, vermeiden Abfall und verbessern durch Wiederverwendung, Tausch, Reparatur und Recycling die CO2-Bilanz der Verwender aus Industrie, Handel und Logistik.

Weitere Informationen für Journalisten:
European Pallet Association e.V. (EPAL)
Bernd Dörre
T +49 (0) 211 98 480 48 91
bernd.doerre@epal-pallets.org
www.epal.eu

Asiatischer Laubholzbockkäfer: Neuer Befall in der Schweiz entdeckt

Bern, 21.11.2022 - In der Schweiz gibt es einen neuen, grossen Befall mit dem gefährlichen Asiatischen Laubholzbockkäfer. Er wurde in der Luzerner Gemeinde Zell entdeckt. Weil dieser Käfer grossen Schaden an Bäumen und Wäldern anrichten kann, ist er melde- und bekämpfungspflichtig.

Der Asiatische Laubholzbockkäfer (Anoplophora glabripennis) (ALB) ist ein invasiver, besonders gefährlicher Schadorganismus aus Asien. Er bedroht vor allem den Wald. Für Menschen und Tiere ist der Käfer ungefährlich. Der ohne Fühler 2,5 bis 3,5 cm lange, schwarze Käfer mit hellen Flecken befällt Sträucher und Laubbäume wie zum Beispiel Ahorn, Birken, Rosskastanien oder Weiden. Der ALB kann befallene Laubbäume und Sträucher binnen weniger Jahre zum Absterben bringen und hohe ökologische und wirtschaftliche Schäden anrichten.

Werden ALB oder Spuren von ALB entdeckt, muss er gemäss Pflanzengesundheitsverordnung gemeldet und vom Kanton bekämpft werden, bis er getilgt ist. Darum muss der Kanton in Absprache mit dem von den Bundesämtern für Umwelt (BAFU) und Landwirtschaft (BLW) geführten Eidgenössischen Pflanzenschutzdienst (EPSD) Massnahmen zur Bekämpfung und Überwachung des Gebiets treffen. Dabei müssen auch symptomfreie Wirtspflanzen im Umkreis von 100 Metern der befallenen Laubgehölze gefällt werden. Die Massnahmen gelten während mindestens vier Jahren. Bei der Bekämpfung wie auch bei der Überwachung des Gebietes kommen speziell ausgebildete Spürhunde und Baumkletterer zum Einsatz.

In der Gemeinde Zell (LU) wurden im August Bäume entdeckt, die der Asiatische Laubholzbockkäfer befallen hatte. Im Zuge der Bekämpfung hat der Kanton bisher rund 180 Bäume gefällt: 75 hatte der ALB nachweislich befallen, die restlichen Bäume mussten vorsorglich gefällt werden. Das Holz wurde gehäckselt und anschliessend in einer Anlage zur Energiegewinnung verbrannt. Auch ein Schutzwald ist betroffen. Die Bäume werden im Umkreis von rund zwei Kilometern während der nächsten vier Jahre regelmässig auf Befallsfreiheit kontrolliert. Erste Untersuchungen zeigen, dass der Erstbefall mindestens sechs Jahre zurückliegt. 

Fünfter Freilandbefall in der Schweiz

In der Schweiz gab es bereits vier Befälle im Freiland durch den Asiatischen Laubholzbockkäfer (ALB). Sie wurden alle erfolgreich getilgt (Brünisried FR 2011-2017, Winterthur ZH 2012-2016, Marly FR 2014-2019, Berikon AG 2015-2019). Seit 2019 galt die Schweiz als befallsfrei.

Der Käfer wird in den meisten Fällen in Holzverpackungen von importierten Baumaterialien aus Asien eingeschleppt. Deswegen gelten für bestimmte Pflanzen und deren Holz, in denen sich der ALB befinden könnte, strenge Importvorschriften. So werden seit 2012 Holzverpackungen an der Grenze strenger kontrolliert. Wenn befallene Holzverpackungen gefunden werden, werden sie umgehend vernichtet.

Die WEINIG HOLZ-HER Schweiz AG lädt zum Focus-Tag "Kappen" ein

23 & 24.11.2022 lädt die WEINIG HOLZ-HER Schweiz AG alle VHPI-Mitglieder zum Fokus-Event "Kappen ein.

Ausgewählte Themen, mit Problemstellungen aus dem Markt, für Sie in den Fokus gesetzt. Es geht nicht nur um die Maschine, sondern um den ganzen Prozess.
13:30 - 14:00 Freie Besichtigung des Ideenzentrums Austausch mit Experten
14:15 - 15:00 Serienmäßig Kappen – Die passende Lösung für jede Anwendung - Die Bedeutung des Kappens - Maschinen von klein bis groß
15:15 - 16:00 Anwenderbeispiele (Best Practice) - welche Lösungen kommen wie beim Kunden zum Einsatz?
16:15 - 17:00 Softwarelösungen für Kappsägen - Einfach verwalten, erfassen und auswerten
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