Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle / EG-Vorschlag

Wir haben Sie über den kürzlich veröffentlichten Entwurf informiert, Link.
Eine FEFPEB-Taskforce Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung (PPWR) wurde eingerichtet, um den Verordnungsentwurf zu analysieren und eine Strategie für Lobbying-Aktionen zu entwickeln, die alle Teilbereiche Paletten, Industrieverpackungen und Leichtverpackungen abdecken.
Die erste Sitzung dieser Taskforce wird nächste Woche stattfinden.

BFS - Höhere Holzpreise fördern die Holzernte im Jahr 2021

Mit knapp 5 Millionen Kubikmetern wurden 2021 insgesamt 4% mehr Holz geerntet als im Vorjahr. Das Stammholz machte 2,5 Millionen Kubikmeter aus – eine Zunahme von 6%. Das Energieholz bestätigte seine wichtige Stellung in der Energieversorgung. Dabei stieg die Nachfrage nach Stückholz wieder an und die höheren Holzpreise verringerten die Defizite der Forstbetriebe. Dies geht aus der Forststatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS) sowie dem forstwirtschaftlichen Testbetriebsnetz des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) hervor. Link

Verschärfung der Registrierungspflicht für alle befüllten Verpackungen in Deutschland seit 1. Juli 2022

Seit 1. Juli 2022 gilt in Deutschland die so genannte erweiterte Registrierungspflicht, die mit einer Änderung des deutschen Verpackungsgesetzes von 2019 nun in Kraft getretenen ist. Kurz zusammengefasst bedeutet dies, dass sich alle Händler, die gewerbsmässig in Deutschland verpackte Waren in Verkehr bringen, im Verpackungsregister „Lucid“ registrieren müssen – unabhängig von den jeweiligen Verpackungen. Betroffen sind somit auch Verpackungen ohne die sogenannte „Systembeteiligungspflicht“, wie Transport- oder Mehrwegverpackungen, für die bis anhin keine Registrierungspflicht bestand. Systembeteiligungspflicht bedeutet, dass eine Verpackungslizenz erworben werden muss, die gemäss deutschen Vorstellungen dazu dienen soll, dass „Hersteller und Händler der finanziellen Verantwortung für die Sammlung und das Recycling ihrer Verpackungen nachkommen“. Im Grunde handelt es sich aber um eine in ökologischen Scheinargumenten verpackte staatliche Gebühr.

Das deutsche Verpackungsgesetz betrifft Unternehmen mit Sitz in Deutschland genauso wie Unternehmen mit Sitz im Ausland, wenn sie Ware in Deutschland verkaufen. Wer seine verpackten Waren nach Deutschland importiert bzw. versendet, muss seine verpackungsrechtlichen Pflichten in Deutschland erfüllen. Auch Online-Händler, die aus der Schweiz nach Deutschland versenden, und Importeure sind damit betroffen. Wichtig: Seit dem 1. Juli avisiert das novellierte Verpackungsgesetz jedem nicht registrierten Inverkehrbringer verpackter Ware ein mit erheblichen Geldbussen belegtes Vertriebsverbot.

In der Praxis bedeutet dies, dass jedes Unternehmen, das in Deutschland eine mit Ware befüllte, beim Endkonsumenten anfallende Verpackung inklusive Füllmaterial in Verkehr bringt bzw. importiert, dazu verpflichtet ist, sich im Verpackungsregister „Lucid“ unter Angabe der Verpackungsarten zu registrieren. Das deutsche Verpackungsgesetz betrifft hingegen nicht den Hersteller von unbefüllten Verpackungen, sondern nur denjenigen, der eine Verpackung erstmals mit Ware befüllt. Wer also in der Schweiz Verpackungen produziert und diese unbefüllt nach Deutschland exportiert, ist nicht betroffen.

Was ist zu tun?

Wer den Bestimmungen zur Systembeteiligungspflicht in Deutschland unterliegt, muss sich bei der Zentralen Stelle Verpackungsregister (ZSVR) im Verpackungsregister „Lucid“ registrieren und gegebenenfalls Lizenzen für Verpackungen erwerben. Welche weiteren Pflichten bestehen, hängt davon ab, ob es sich bei den Verpackungsarten um Verpackungen mit Systembeteiligungspflicht oder ohne Systembeteiligungspflicht handelt. Verpackungen mit Systembeteiligungspflicht sind im Gegensatz zu den Verpackungen ohne Systembeteiligungspflicht solche, die typischerweise bei privaten Endkonsumenten als Abfall anfallen. Zu den privaten Endkonsumenten zählen private Haushalte und wegen der Art und

Menge der dort anfallenden Verpackungsabfälle auch die sogenannten vergleichbaren Anfallstellen wie beispielsweise Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe, Bäckereien, Grossküchen und Kantinen. Auch Handwerks- und landwirtschaftliche Betriebe sind vergleichbare Anfallstellen, wenn deren Verpackungsabfälle in haushaltstypischem Abfuhrrhythmus in Umleerbehältern von bis zu 1.100 Liter Füllvolumen pro Sammelgruppe abgeholt werden können.

Immerhin bietet die Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR) eine übersichtliche Website mit umfassenden Informationen zur Erfüllung der verpackungsrechtlichen Pflichten in Deutschland. Antworten auf praktisch alle Fragen finden sich dort in den FAQ, in der Checkliste „Drei Schritte“ und in der Rubrik „Information & Orientierung“ unter www.verpackungsregister.org. Der gesamte Registrierungsvorgang kann online erfolgen. Angeboten wird auch ein telefonischer Support unter: +49 541 34310555 (Montag bis Freitag von 9:00 Uhr bis 16:30 Uhr – ausgenommen sind gesetzliche Feiertage im Bundesland Niedersachsen).

Neu im Verpackungsgesetz ist, dass ausländische Unternehmen ohne Niederlassung in Deutschland, einen Bevollmächtigten mit der Erfüllung ihrer Pflichten beauftragen können. Allerdings: Nur ausländische Unternehmen ohne Niederlassung in Deutschland können einen sogenannten Bevollmächtigten beauftragen, welcher für sie die verpackungsrechtlichen Pflichten wahrnimmt. Vielfach sind das Onlinehändler oder Importeure aus dem Ausland. Das können aber auch ausländische Produzenten von Waren sein. Dies ist dann der Fall, wenn diese ihre verpackten Produkte nach Deutschland einführen und dort in eigenem Namen verkaufen. Informationen zur Bevollmächtigung finden Sie hier: https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/Checklisten/Checkliste_Moeglichkeit_zur_Bevollmaechtigung.pdf

Schweizerisches Verpackungsinstitut

Generalversammlung VHPI

Die Generalversammlung 2022 des VHPI findet am Mittwoch, 08. Juni ab 15.30 Uhr im Hotel Restaurant Ochsen in Lenzburg statt.
Anmeldungen auf info@vhpi.ch

EPAL: Krieg in der Ukraine belastet den Palettenmarkt

European Pallet Association e. V. (EPAL)
EPAL Logo

PRESSEMITTEILUNG

EPAL: Krieg in der Ukraine belastet den Palettenmarkt

Der Krieg in der Ukraine und die Sanktionen der EU gegen Russland und Belarus werden den europäischen Palettenmarkt nachhaltig beeinflussen.

Düsseldorf, 08. März 2022 – EPAL steht an der Seite der Menschen in der Ukraine. Ihnen gelten unser Mitgefühl, unsere Sorge und unsere Solidarität. EPAL erhält von seinen Lizenznehmern in der Ukraine regelmäßig Informationen über den Hilfebedarf und wird die Menschen in der Ukraine aktiv unterstützen.

Der Krieg in der Ukraine und die Sanktionen der EU werden den europäischen Palettenmarkt stark beeinflussen. EPAL unterstützt die Sanktionen der EU in der Hoffnung, dass diese dazu beitragen werden, den Krieg, die Gewalt und die Vertreibung von Menschen schnell zu beenden.

Durch den Krieg in der Ukraine ist dort die Produktion von EPAL Europaletten in vielen Betrieben unterbrochen. Ebenso wird aus der Ukraine derzeit nahezu kein Verpackungs- und Palettenholz nach Europa exportiert. Durch die Sanktionen gegen Russland und Belarus wird auch das von dort in den vergangenen Jahren nach Europa importierte Holz in allen holzverarbeitenden Bereichen fehlen. Ebenso werden die Lkw-Fahrer aus der Ukraine, Russland und Belarus fehlen, so dass auch der Transport von Material und Paletten verzögert werden kann.

Robert Holliger, Präsident der EPAL: „Krieg und Sanktionen werden die Produktion von EPAL Europaletten auch in den Ländern der EU belasten. In dieser Situation wie stets bei der Verknappung von Holz oder dem Anstieg von Holzpreisen gilt jedoch, dass der mehrjährige Einsatz von Tauschpaletten wie EPAL Europaletten dabei hilft, Palettenengpässe zu vermeiden oder zu reduzieren. Wir erwarten daher eine deutlich wachsende Nachfrage nach neuen EPAL Europaletten.“ Es ist bereits jetzt absehbar, dass in den kommenden Monaten Engpässe und Lieferverzögerungen bei der Versorgung der Verwender mit neuen EPAL Europaletten auftreten können. Dies wird gleichzeitig auch die Nachfrage nach gebrauchten und reparierten EPAL Europaletten aller Qualitätsklassen deutlich ansteigen lassen.

Dirk Hoferer, Vize-Präsident der EPAL: „Wir empfehlen allen Verwendern von EPAL Europaletten, gemeinsam mit ihren Lieferanten schon jetzt den Palettenbedarf für das gesamte Jahr 2022 zu planen und frühzeitig EPAL Europaletten zu bestellen. In dieser schwierigen Situation, die voraussichtlich die Engpässe des Jahres 2021 übertreffen wird, werden sich die jahrelangen und vertrauensvollen Lieferbeziehungen zwischen den Verwendern und den Lieferanten von EPAL Europaletten bewähren.“ Bereits bei der Verknappung von Holz im Jahr 2021 konnte auf diese Weise erreicht werden, dass keine wesentlichen Störungen der Paletten- und Transportlogistik entstanden sind.

Die zu erwartenden Engpässe bei der Versorgung mit Holz und daneben auch die steigenden Preise für Energie, Transporte und Rohstoffe werden sich auch auf die Preise für Palettenholz und für EPAL Europaletten auswirken. Auch hier gilt: EPAL Europaletten aus Holz können über viele Jahre hinweg benutzt und kostengünstig repariert werden. Höhere Anschaffungspreise werden durch die Wiederverwendung, den Tausch, den Weiterverkauf und die Möglichkeit der Reparatur ausgeglichen. Die Lizenznehmer der EPAL und die Service-Dienstleister des offenen EPAL Europalettentauschpools unterstützen die Verwender dabei.

Über EPAL:
Die European Pallet Association e.V. (EPAL) organisiert als internationaler Verband den EPAL Europaletten-Tauschpool. Mit aktuell mehr als 600 Mio. EPAL Europaletten und ca. 20 Mio. EPAL Gitterboxen im Umlauf ist der EPAL Europaletten-Tauschpool der größte offene Paletten-Tauschpool der Welt. 1991 als internationaler Verband für tauschfähige Europaletten gegründet, ist die EPAL heute mit nationalen Verbänden und Vertretungen in mehr als 30 Ländern aktiv. Mehr als 1.500 Lizenznehmer der EPAL produzieren und reparieren weltweit EPAL Europaletten und weitere EPAL-Ladungsträger. EPAL verfolgt keine wirtschaftlichen Gewinnziele. Im Mittelpunkt der Tätigkeit der EPAL steht die Qualitätssicherung der Produktion und Reparatur von EPAL Europaletten und Gitterboxen sowie die Unterstützung der zahllosen Teilnehmer an dem EPAL Europaletten-Tauschpool. Der EPAL Europaletten-Tauschpool ist seit drei Jahrzehnten der Prototyp für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft. Wiederverwendung, Tausch, Reparatur und Recycling von EPAL Europaletten bedeuten einen verantwortungsvollen Umgang mit Umwelt und Ressourcen. EPAL Europaletten aus Holz leisten durch die Vermeidung von CO2-Emissionen einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Die Marke EPAL steht weltweit für Qualität, Sicherheit und Nachhaltigkeit in der Logistik.

EPAL Pressemitteilung

Europäische Verpackungsinstitute rufen zu gemeinsamen Aktionen auf, um gemeinsame Werte zu verteidigen.

Europäische Verpackungsinstitute rufen unter der Mitwirkung des Schweizerischen Verpackungsinstituts SVI zu gemeinsamen Aktionen auf, um gemeinsame Werte in der Verpackungswissenschaft, Bildung und Zusammenarbeit zu verteidigen.

EPIC, die Organisation der europäischen Verpackungsinstitute, ruft nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine in der vergangenen Woche zum gemeinsamen Handeln auf.

Prag-Helsinki-Berlin-London-Brüssel-Warschau-Mailand-Bern-Oslo-Valencia-Riga-Kiew-Athen-Kopenhagen-Wien-Gouda

Mittwoch, 2. März 2022
EPIC Resolution

EPIC (European Packaging Institutes Consortium) wurde 2002 gegründet und ist die Organisation, in der europäische Verpackungsinstitute im Namen ihrer Mitglieder und der Verpackungsbranche insgesamt zusammenkommen, um Bereiche zu ermitteln, in denen eine regionale oder europaweite Zusammenarbeit im Verpackungsbereich am besten gefördert werden könnte. Die EPIC-Mitglieder treffen sich regelmäßig auf der Grundlage eines offenen und freien Austauschs von Erkenntnissen, eines offenen Blicks für die gegenseitige nachhaltige Entwicklung und Freundschaft.

EPIC ruft alle Wirtschaftsakteure in Europa dazu auf, ihre gemeinsamen Werte in der Verpackungswissenschaft, der Ausbildung, dem Informationsaustausch und der Zusammenarbeit zu verteidigen. Die Grundlage dieser Werte sind gegenseitiger Respekt, Aufgeschlossenheit und Freundschaft.

● EPIC lehnt die militärischen Aktionen Russlands in der Ukraine grundsätzlich ab

● EPIC unterstützt die Bürgerinnen und Bürger der Ukraine und alle in der Verpackungsindustrie Tätigen ausdrücklich

● EPIC unterstützt die Bürger Russlands und alle in der Verpackungsbranche Tätigen, die sich gegen die militärischen Aktionen Russlands in der Ukraine aussprechen

● EPIC wird den ukrainischen Verpackungssektor bei wichtigen kommenden Veranstaltungen, Konferenzen und Verpackungsausstellungen unterstützen, an denen seine Mitglieder in diesem Jahr teilnehmen werden

● EPIC ruft die Organisatoren von Veranstaltungen, Konferenzen und Verpackungsausstellungen in Europa auf, die ukrainische Verpackungswirtschaft bei ihren Veranstaltungen in diesem Jahr zu unterstützen

EPIC fordert die Organisatoren von Verpackungsmessen auf, ab sofort keine Ausstellungen mehr in Russland und Weißrussland zu veranstalten

EPIC ruft alle Presse- und Werbemedien in Europa auf, diesen Aufruf zum Handeln sofort offen zu unterstützen, um unsere gemeinsamen Werte in der Verpackungswissenschaft, der Bildung, dem Informationsaustausch und der Zusammenarbeit zu verteidigen.

zur Resolution auf Deutsch
Link auf der SVI Webseite

FEFPEB-Frühjahrstagung 2022 in Bilbao

Das FEFPEB-Frühjahrstagung 2022 wird in Bilbao, Spanien, ausgetragen. Das Treffen wird am Donnerstag, den 5. Mai und Freitag, den 6. Mai 2022 stattfinden.
Die Auswirkungen der COVID-19 sind zwar noch spürbar, aber trotz einiger kleinerer Einschränkungen ist ein physisches Treffen möglich.
Das Treffen steht den offiziellen Vertretern aller Mitgliedskategorien offen (Interessierte Mitglieder dürfen sich auf der Geschäftsstelle melden).
Unsere Kollegen (FAPROMA) aus Spanien haben freundlicherweise die Vorbereitungen getroffen. Wir sind in guten Händen und schätzen die Gastfreundschaft der FAPROMA. Vielen Dank im Voraus an unsere Gastgeber Eduardo Marquez und Olga Moro Coco.

Das Gesamtprogramm sieht wie folgt aus:

Donnerstag, 5. Mai 2022
12.00 - 14.00 Uhr
- Treffen der Sektion Palettenpools
- Sitzung PR-Ausschuss
14.30 - 17.00 Uhr
- Treffen aller Mitglieder (mit unseren assoziierten Mitgliedern)

Abend
- Alle Mitglieder werden von FAPROMA zum Abendessen eingeladen

Freitag, 6. Mai 2022
08.30 - 10.00 Uhr
- Sitzung Sektion Industrieverpackungen
- Sitzung WG Zertifizierung & Nachhaltigkeit
10.15 - 12.00 Uhr
- Sitzung FEFPEB Policy & Technical Committee
12.15 Uhr
- Mittagessen und Ende der Sitzung

Interessierte VHPI Mitglieder melden sich bis am 22. April bei der Geschäftsstelle. Wir melden Sie dann verbindlich an.

«Legaler Holzhandel Schweiz»

Ab dem 1. Januar 2022 ist es in der Schweiz verboten, illegal geschlagenes Holz und die daraus gefertigten Produkte auf den Markt zu bringen. Gleichzeitig mit dem revidierten Umweltschutzgesetz (USG) tritt die neue Holzhandelsverordnung (HHV) in Kraft. Sie verlangt von allen Marktakteuren ihre Pflicht zur Sorgfalt einzuhalten und die Risiken für illegales Holz zu minimieren.

Besonders betroffen sind Unternehmen, die Holz und Holzerzeugnisse aus Drittländern – auch aus der EU – erstmalig in die Schweiz einführen, sogenannte «Erstinverkehrbringer». Sie sind verantwortlich sicherzustellen, dass diese legal geerntet und gehandelt wurden. Dafür müssen die Unternehmen schon im Vorfeld ein System der Sorgfaltspflicht mit Information und Dokumentation, Risikobewertung und -minderung aufbauen, anwenden und regelmässig aktualisieren.

Link zu Informationen