Europäische Unternehmen verwenden Holzpaletten wieder

Die europäischen Paletten- und Verpackungshersteller reparieren mehr Holzpaletten für die Wiederverwendung als je zuvor, so eine Umfrage der European Federation of Wooden Pallet & Packaging Manufacturers (FEFPEB). Die neuesten Zahlen der Organisation zeigen, dass im Jahr 2019 197,5 Millionen Paletten repariert wurden, was einem Anstieg von 25 Prozent gegenüber der letzten Erhebung vor drei Jahren entspricht.

In Ländern, in denen formelle Erhebungen über Verpackungen durchgeführt werden - wie in Frankreich, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich - entspricht die Zahl der Palettenreparaturen in etwa der Zahl der neu produzierten Paletten oder übersteigt sie sogar. Im selben Dreijahreszeitraum wurden 435,9 Millionen Paletten hergestellt, was einem Anstieg von 12 Prozent gegenüber der FEFPEB-Studie von 2016 entspricht. Dementsprechend schätzt die Organisation, dass die Gesamtzahl in Europa näher bei 500 Millionen liegt.

In diesen Zahlen sind Reparaturen an Paletten in mehreren der 18 Mitgliedsländer der FEFPEB noch nicht enthalten. Darüber hinaus gibt es eine beträchtliche Anzahl von Paletten, die jedes Jahr geprüft und wiederverwendet werden, ohne dass sie repariert werden müssen.

Die Zahlen zeigen auch einen Anstieg der Verwendung von Industrie- und Leichtverpackungen, die zwischen 2016 und 2019 um 8,5 bzw. 14 Prozent zunehmen.

FEFPEB-Präsident Rob van Hoesel sagte: "Die Ergebnisse der jüngsten FEFPEB-Umfrage zu Herstellung und Reparatur sind ermutigend, denn sie zeigen nicht nur eine Zunahme der Verwendung aller Arten von Holzverpackungen, sondern auch ein willkommenes Wachstum bei der Wiederverwendung und Reparatur dieser Produkte. Holzpaletten und -verpackungen spielen eine Schlüsselrolle bei der Verringerung des CO2-Fußabdrucks von Unternehmen und bei der Schaffung echter Nachhaltigkeit in Lieferketten. Das Bewusstsein für die Notwendigkeit von Maßnahmen gegen den Klimawandel hat zugenommen, so dass wir davon ausgehen können, dass die Nachfrage nach umweltfreundlichen Unternehmenslösungen wie Holzpaletten und -verpackungen in den kommenden Monaten steigt. Ich bin gespannt, wie sich dies auf unsere Produktions- und Reparaturzahlen in den kommenden drei Jahren auswirken wird."

Auf der FEFPEB-Hauptversammlung 2019 rief Van Hoesel die Paletten- und Verpackungsindustrie dazu auf, 100 Prozent ihres Holzes aus zertifizierten Quellen wie PEFC und FSC zu beziehen, um ihre Umweltfreundlichkeit weiter zu erhöhen.

"Die COP26 in Glasgow ist ein guter Zeitpunkt, um uns daran zu erinnern, welch wichtige Rolle Holz beim Aufbau der Kreislaufwirtschaft spielt, die wir für die Zukunft brauchen. Holz ist bereits jetzt der nachhaltigste Rohstoff für die Produktion und wurde als solcher von den Behörden, einschliesslich der Europäischen Kommission, als zentraler Faktor anerkannt, um dies zu erreichen und den Kohlenstoff-Fussabdruck von Unternehmen zu verringern", sagte van Hoesel.

Die FEFPEB ist ständig bemüht, die Erhebung und Analyse von Daten über die Herstellung, Wiederverwendung und Reparatur von Holzverpackungen und -paletten zu verbessern. Da in mehreren Ländern bereits Erhebungen über Verpackungen durchgeführt werden, arbeitet die Organisation mit ihren Mitgliedern zusammen, um weitere Messungen und Berichte zu fördern und so ein genaueres Bild der Entwicklungen in Europa zu erhalten.

FEFPEB hat mit dem Europäischen Verband der holzverarbeitenden Industrie (CEI-Bois) zusammengearbeitet, um sicherzustellen, dass Paletten und Verpackungen in die Präsentation der forstbasierten Industrien auf der COP26 und in die Eingaben zur Entwicklung nachhaltigerer Unternehmen in der EU aufgenommen wurden.

Die Verpackungs- und Palettenindustrie kauft etwa 25 Prozent des von europäischen Sägewerken produzierten Holzes.

(Quelle: FEFPEB)

EPAL veranstaltet internationalen Jubiläums-Fotowettbewerb

Mehr als 600 Millionen EPAL Europaletten sind weltweit im Einsatz: Auf LKWs, im Supermarkt oder im Warenlager, aber auch als Palettenmöbel, als Dekoration in Shops, als Einrichtung von Cafés und Clubs oder als Bühne auf Open-Air-Festivals. EPAL Europaletten sind heute überall sichtbar und Teil einer weltweiten Sharing Economy. Zum Abschluss ihres Jubiläumsjahres (30 Jahre EPAL – 60 Jahre Europalette) startet die EPAL einen internationalen Fotowettbewerb.

Snap the Pallet

Unter dem Motto SNAP THE PALLET lädt EPAL dazu ein, die schönsten, besten und ungewöhnlichsten Fotos mit EPAL Europaletten auf der Website SNAP THE PALLET mit der EPAL Community zu teilen. Auf der Website werden alle eingesandten Fotos in einer Galerie präsentiert. Zusätzlich werden die Fotos auf Instagram unter SnapThePallet veröffentlicht.

Sharing Economy gewinnt

Der EPAL Europalettenpool ist der Prototyp der Sharing Economy. Gewinner sind die Umwelt und alle Teilnehmenden an dem weltweiten Palettentauschpool. Mit SNAP THE PALLET können alle ihre Fotos mit EPAL Europaletten mit der EPAL teilen und gewinnen. EPAL belohnt die besten Fotos mit einem monatlichen Hauptpreis von 1.000 € und fünf Preisen von 100 €. Am Ende des Wettbewerbs wird ein Hauptgewinn von 3.000 € vergeben. Der Fotowettbewerb hat am 01.12.2021 begonnen und dauert bis Februar 2022.

Neue EPAL Qualitätsklassifizierung optimiert den Einsatz und Tausch von EPAL Europaletten

Wann ist eine Europalette nicht mehr tauschfähig? Mindern Holzabsplitterungen oder anhaftende Etiketten die Qualität der Europalette? Woran erkennt man, dass die Palette für das Hochregallager geeignet ist? Welche Qualität ist optimal für automatisierte Prozesse? Diese und viele weitere Fragen beantworten die Qualitätsklassifizierung und die Tauschbedingungen der EPAL. Die Neufassung der Qualitätsklassifizierung und der Tauschbedingungen ist nun vom Vorstand der EPAL beschlossen worden.

Die European Pallet Association e.V. (EPAL) hat in enger Zusammenarbeit mit Handel und Speditionen sowie Palettendienstleistern und Reparaturbetrieben die Qualitätsklassifizierung und die Tauschbedingungen überarbeitet. Die neue Fassung der EPAL Qualitätsklassifizierung enthält weiterhin die im Markt bekannte Unterscheidung zwischen neuen EPAL Europaletten und gebrauchten EPAL Europaletten der Klassen A, B und C. Neu erwähnt wird nun die Gruppe der unsortierten Paletten, die von den Teilnehmern an dem EPAL-Tauschpool gemischt und ohne vorangehende Sortierung Zug-um-Zug getauscht werden.

Die Qualitätsklassifizierung bietet für die Verwender von EPAL Europaletten die einfache Möglichkeit, beim Kauf oder Tausch von EPAL Europaletten die Lieferung einer definierten Qualität von gebrauchten EPAL Europaletten zu vereinbaren, welche den individuellen Anforderungen des einzelnen Verwenders entsprechen. Dies steigert die Effektivität des Einsatzes von gebrauchten EPAL Europaletten.

Jean-Philippe Gaussorgues, Präsident von EPAL France und Vize-Präsident der EPAL: „Eine der großen Stärken des EPAL Europalettenpools ist der flexible Einsatz von EPAL Europaletten aller Alters- und Qualitätsklassen gemäß den unterschiedlichen Anforderungen verschiedener Branchen und Unternehmen. Die neue Qualitäsklassifizierung der EPAL macht das noch einfacher und effektiver.“

Die Qualitätsklassifizierung der EPAL hat in den vergangenen Jahren stetig an Bedeutung gewonnen. Nachdem die ursprüngliche Fassung im Jahr 2011 von EPAL Deutschland gemeinsam mit GS1 Germany für den deutschen Markt entwickelt worden war, haben zahlreiche Nationalkomitees der EPAL die Qualitätsklassifizierung übernommen. Die wachsende Popularität der Qualitätsklassifizierung ist für EPAL auch an der zunehmenden Zahl von Nachfragen seitens der Verwender erkennbar. EPAL hat diese Nachfragen aus dem Markt zum Anlass genommen, die Kriterien zur Unterscheidung der Qualitätsklassen noch genauer und verständlicher zu formulieren und dabei die praktischen Anforderungen und den internationalen Einsatz der Qualitätsklassifizierung noch stärker zu berücksichtigen. Bis Ende 2021 wird die Neufassung der Qualitäsklassifizierung und die Tauschbedingungen in mehr als zwanzig Sprachen zur Verfügung stehen. Anfang 2022 wird die Qualitätsklassifizierung auch in der neuen EPAL-App veröffentlicht werden, um die Anwendung in der Praxis noch einfacher zu machen.

Roman Malicki, Präsident von EPAL Polska und Mitglied des Vorstands der EPAL: „Die grenzüberschreitenden Lieferketten und das zunehmend digitale Palettenmanagement erfordern international einheitliche und für die Verwender verständliche Bestimmungen für den Einsatz und Tausch von EPAL Europaletten. Die nun durch alle Nationalkomitees der EPAL beschlossene Neufassung der Qualitätsklassifizierung und Tauschbedingungen verbessert den Palettentausch in ganz Europa.“

Zusammen mit der Qualitätsklassifizierung werden auch die Tauschbedingungen der EPAL in einem neuen und modernen Layout veröffentlicht. Der reibungslose Tausch von EPAL Europaletten und die zertifizierte Reparatur von beschädigten EPAL Europaletten erfordern klare Regeln. Diesen Anforderungen wird die Darstellung der Tauschbedingungen der EPAL in der neuen Fassung noch besser gerecht.

Pierre Clénin, Geschäftsführer von EPAL Suisse und Mitglied des Vorstands der EPAL: „Die Tauschbedingungen der EPAL sind das Fundament des EPAL Europaletten-Tauschpools. Hieran ändert sich auch mit der Neufassung der Qualitätsklassifizierung und der Tauschbedingungen nichts. Ohne eine Vereinbarung zur Lieferung einer bestimmten Qualitätsklasse gemäß der Qualitätsklassifizierung der EPAL gelten auch in der Zukunft allein die Tauschbedingungen der EPAL.“

Die Qualitätsklassifizierung und die Tauschbedingungen der EPAL stehen ab sofort auf der Website der EPAL (www.epal.eu) in zahlreichen Sprachen zum Download zur Verfügung.

Foresco Group entscheidet sich für Verpackungslösung von acadon

Ende September hat sich die Foresco Group offiziell für die Verpackungslösung von acadon entschieden. Dabei handelt es sich um eine langfristige Zusammenarbeit, in der Microsoft Dynamics 365 Business Central als Basis genutzt wird.

Seit fast 40 Jahren unterstützt die acadon AG ihre Kunden im Holzhandel und in der Holzindustrie mit massgeschneiderten IT-Konzepten und ERP-Software. acadons Expertise besteht aus Business-Software für den Holzhandel, Sägewerke, Holzverpackungsunternehmen und die holzverarbeitende Industrie. Sie coachen Kunden bei ihrer Digitalisierung und haben dabei stets die individuellen Bedürfnisse im Blick.
Darüber hinaus beraten sie bei der Umsetzung von Strategien und der Optimierung von Prozessen. Dadurch können Geschäftsziele schneller erreicht werden.

Mit mehr als 10 operativen Tochtergesellschaften ist die Foresco Group in den Benelux-Ländern führend in Bezug auf kundenspezifische Paletten und Verpackungen. Sie entwerfen und produzieren Paletten, Industrieverpackungen und Kartonlösungen für alle Branchen. Von Vertriebszentren, Lebensmittelproduzenten, Containerhäfen bis hin zu Verarbeitern, Bauherren, Produktionsfirmen und vielem mehr.
Schritt für Schritt werden die Tochtergesellschaften in den Niederlanden und Belgien auf die Verpackungslösung acadon_packaging umgestellt.

Über die Verpackungslösung acadon_packaging
acadon_packaging wurde speziell für die Verpackungsindustrie entwickelt. Die praktische Lösung umfasst massgeschneiderte Funktionalitäten für diese Industrie. So sind beispielsweise alle Geschäftsprozesse aus der gesamten Supply Chain nahtlos integriert: vom Wareneingang, der Erstellung des Aufmasses und des Kundenauftrags, der Lagerung der Packgüter über die Konstruktion und Herstellung von Verpackungsmaterialien bis hin zur Verpackung und Lieferung. Mit der integrierten Variantenkonfigurations- und Designlösung können Exportverpackungen nach neuester Situation zusammengestellt und berechnet werden. Durch die Basissoftware Microsoft Dynamics 365 Business Central können auch alle allgemeinen Geschäftsprozesse wie Finanzbuchhaltung, Controlling, Angebots- und Auftragsmanagement etc. in der Lösung integriert abgewickelt werden.
Insgesamt ist acadon_packaging die spezialisierte Lösung für Unternehmen der Verpackungsindustrie. Was die Implementierung für die Foresco Group betrifft, so ist nur wenig Anpassung erforderlich.

Das Projekt
Nachdem die Dokumente nun offiziell unterzeichnet sind, kann acadon mit der Vorbereitung des Projekts beginnen. Das Projekt startet am ersten Oktober mit dem Ziel, die meisten Tochtergesellschaften der Foresco Group im Jahr 2022 live zu schalten.
Um auf dem neuesten Stand zu bleiben, erhält die Foresco Group regelmäßig ein Upgrade auf die neueste Version der Verpackungslösung.

(Quelle: acacon AG)

EPAL: Produktion im ersten Halbjahr gestiegen, auch Reparaturen nehmen weiter zu

Der Vorstand der European Pallet Association e.V. (EPAL) hat sich am 14. September 2021 in Zürich zu seiner ersten Sitzung mit persönlicher Teilnahme seit November 2019 getroffen. Nachdem alle Sitzungen des Jahres 2020 und auch die bisherigen Sitzungen im Jahr 2021 wegen der COVID-19-Pandemie virtuell durchgeführt werden mussten, war es für alle Teilnehmer eine große Freude, sich endlich wieder persönlich zu treffen.

Unter dem Vorsitz des Präsidenten der EPAL, Robert Holliger, haben die Mitglieder des Vorstands und die Geschäftsführer der nationalen Mitgliedsverbände die aktuelle Entwicklung des EPAL Europaletten-Tauschpools diskutiert. Trotz der Herausforderungen durch die Verknappung von Holz und die erheblich gestiegenen Holzpreise hat die EPAL von Januar bis Juli 2021 ein Wachstum der Produktion von EPAL Europaletten von ca. 5,2 % verzeichnet. Noch deutlicher ist das Wachstum bei der Reparatur: durch die anhaltend große Nachfrage nach gebrauchten EPAL Europaletten ist die Zahl der reparierten EPAL Europaletten um ca. 10,8 % gestiegen.

Davide Dellavalle, Vertreter von EPAL Italia im Vorstand der EPAL: „In Italien, ebenso wie in allen anderen Ländern Europas, gewinnt die Kreislaufwirtschaft weiter an Bedeutung. Viele Unternehmen aus Handel und Industrie legen großen Wert auf die Wiederverwendung und den Tausch von Verpackungen, um Ressourcen zu schonen und Abfall zu vermeiden. Die tauschfähige EPAL Europalette – neu oder gebraucht – ist die ideale Lösung. Da ist es nur wenig überraschend, dass die Produktion und Reparatur von EPAL Europaletten so deutlich gestiegen ist – in Italien sogar um mehr als 13 %.“

(Quelle: epal-pallets.org)

Bernd Dörre zum Managing Director der EPAL berufen

Bernd Dörre begleitet seit mehr als 20 Jahren die Entwicklung der EPAL. In dieser Zeit ist der EPAL Europalettenpool zum größten offenen Palettentauschpool der Welt geworden. Er war zunächst seit 1997 als Rechtsanwalt für die EPAL tätig, bevor er seit 2009 als Berater den Vorstand und die Geschäftsführung der EPAL unterstützt hat. Dörre folgt auf Christian Kühnhold, der die EPAL bis zum 31. März 2021 geleitet hat.

„Bernd Dörre ist mit dem Palettenmarkt und allen Anforderungen des EPAL Europalettenpools hervorragend vertraut. Er hat in den vergangenen Jahren den Vorstand der EPAL kompetent beraten und wichtige Projekte der EPAL geleitet“ erklärt Robert Holliger, der Präsident der EPAL.

Im Mittelpunkt der Tätigkeit von Bernd Dörre wird der weitere Ausbau des EPAL Europalettenpools als unverzichtbarer Bestandteil einer nachhaltigen Lager- und Transportlogistik stehen, ebenso wie der nächste Schritt zur Digitalisierung des EPAL Europalettenpools.

„EPAL wird in diesem Jahr 30 Jahre alt. Ebenso lange stehen die EPAL und die nationalen Verbände der EPAL für einen umwelt- und klimafreundlichen Einsatz von qualitativ hochwertigen und tauschfähigen EPAL-Paletten. Wir wollen in den kommenden Jahren die Bedeutung des EPAL Europalettenpools für die Erreichung der Nachhaltigskeitsziele der Verwender weiter ausbauen und den EPAL Europalettenpool für Handel, Industrie und Logistik noch einfacher, effektiver und besser machen“, erklärt Bernd Dörre.

Dörre ist 54 Jahre alt, verheiratet und Vater von 2 Kindern. Er ist kunstinteressiert und besucht gerne Galerien, Museen und Ausstellungen.

Zur Website der EPAL

(Quelle: European Pallet Association, EPAL)

Holzpackmittelindustrie: Eine nachhaltige Branche

Der Earth Overshoot Day fällt dieses Jahr auf den 29. Juli. Dann hat die Menschheit alle natürlichen Ressourcen aufgebraucht, welche die Erde innerhalb eines Jahres reproduzieren und nachhaltig zur Verfügung stellen kann. Mit dem Tag soll auf die endlichen Ressourcen des Planeten aufmerksam gemacht werden. Gerade die CO2-Emissionen müssen zukünftig drastisch fallen und Nachhaltigkeit ins Zentrum wirtschaftlichen Handels rücken. Die Holzpackmittelbranche leistet durch ihren natürlich nachwachsenden Rohstoff bereits seit Jahrzehnten einen grossen positiven Beitrag.

Neben dem Gebäude- und Energiesektor hat auch der internationale Gütertransport großen Einfluss auf den Klimawandel und die weltweiten CO2-Emissionen. „Paletten und andere Transportmittel aus Holz sind dabei echte Klimaschützer“, erklärt Marcus Kirschner, Geschäftsführer des Bundesverbandes Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE). „Holz entzieht der Luft beim Wachstum das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2). Der Kohlenstoff aus dem CO2 wird im Holz gespeichert. Verwendet man nun das Holz, wie beispielsweise für Paletten, bleibt das CO2 im Holz gebunden.“

Dieser Effekt des Holzes macht Holzpaletten zu echten Klimaschutzgütern. „Schon eine einzige Palette erreicht eine CO2-Bilanz von -27,5 Kilogramm“, so Kirschner. „Das bedeutet, nutzt ein Unternehmen 1000 Holzpaletten, verbessert sich die eigene CO2-Bilanz um 27,5 Tonnen, die durch die Nutzung der Kohlendioxidbindenden Holzpaletten eingespart werden.“

Holz aus der Region

Neben der sehr guten CO2-Bilanz spricht noch ein weiteres Argument dafür, Packmittel und Paletten aus Holz zu nutzen. „Das verwendete Holz stammt überwiegend aus regionaler nachhaltiger Forstwirtschaft aus unseren Wäldern“, berichtet der Experte. „Die Wege vom Wald bis zur regionalen Weiterverarbeitung sind meist sehr kurz, was ebenfalls Energie einspart. Viele der HPE-Unternehmen sind kleine bis mittelständische Betriebe, denen die Regionalität und Nachhaltigkeit ihrer Ressourcen besonders wichtig sind. Mit dieser Philosophie sind die Betriebe teilweise schon seit vielen Jahrzehnten fest verwurzelt in den oftmals ländlichen Heimatregionen.“

Auch die hohe Flexibilität und Stabilität von Holz sind weitere Vorteile des Naturwerkstoffes, sorgt dieser doch für eine lange Lebensdauer der Transport- und Packmittel. „Geht eine Palette oder Kiste kaputt, lässt sie sich entweder schnell reparieren oder kann unkompliziert als Plattenmaterial weiterverwendet werden etwa für den Bau- oder Möbelbereich. Auf diese Weise bleibt das klimaschädliche CO2 auch weiterhin im Holz gebunden“, berichtet Kirschner abschließend. „Die Unternehmen sind sich ihrer unternehmerischen Verantwortung bewusst – kein Wunder, dass sie auf das nachwachsende Naturmaterial aus dem Wald setzen.“

(Quelle: HPE e.V.)

EPAL-Mitgliederversammlung 2021 - Ideen für den weltweit grössten Palettenaustauschpool

Auch im Jubiläumsjahr der EPAL (60 Jahre Europalette – 30 Jahre EPAL) musste die Mitgliederversammlung der European Pallet Association e.V. (EPAL) am 18.06.2021 aufgrund der Covid-19 Situation erneut als digitale Konferenz stattfinden. Unter dem Vorsitz des Präsidenten der EPAL, Robert Holliger, diskutierten die Vorstände und Geschäftsführer der 14 Nationalkomitees der EPAL sowie Repräsentanten der EPAL aus weiteren Ländern die aktuellen Herausforderungen in der internationalen Logistik.

Die internationale Strategie der EPAL und die Zusammenarbeit der Mitglieder und Lizenznehmer in über 30 Ländern hat sich in der Pandemie bewährt. In zahlreichen Ländern sind die Hersteller von EPAL-Paletten als systemrelevante Betriebe eingestuft worden, so dass die Produktions- und Reparaturzahlen im Jahr 2020 nicht nur stabil geblieben, sondern weiter gestiegen sind.

Für die Lizenznehmer der EPAL steht aktuell die Verknappung von Holz und der damit einhergehende Anstieg der Holzpreise ganz oben auf der Agenda. Trotz der Holzverknappung ist die Versorgung von Industrie und Handel mit EPAL-Paletten gewährleistet. Die Nationalkomitees der EPAL berichteten über einen weiteren Anstieg der Produktion und einen signifikanten Anstieg der Reparatur von EPAL-Paletten im Jahr 2021. Insbesondere das Wachstum der EPAL im Bereich der Reparatur dokumentiert nach Einschätzung der Mitglieder der EPAL die große Bedeutung des offenen EPAL Europaletten-Tauschpools in Zeiten der wachsenden Nachfrage nach Holz und Paletten.

Dies gilt auch für die Themen Nachhaltigkeit und Circular Economy durch die Wiederverwendung und den Tausch von EPAL-Paletten. Die Mitglieder der EPAL informierten in der Mitgliederversammlung über die Etablierung des EPAL Europaletten-Tauschpools als Bestandteil der internationalen Anstrengungen zu Klimaschutz durch CO2-Reduktion. Im Mittelpunkt der Arbeit der EPAL und ihrer Nationalkomitees steht weiterhin die internationale Qualitätssicherung und der Service als Grundlage für Qualität und Sicherheit der EPAL-Paletten.

(Quelle: EPAL)

HPE warnt vor Beeinträchtigungen des Warenverkehrs wegen Rohstoffknappheit

Der Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V. schlägt Alarm: Hält die Rohstoffknappheit auf dem deutschen Holzmarkt weiter an, können Palettenproduzenten und andere Holzpackmittelhersteller schon in Kürze nicht mehr ausreichend produzieren. Es drohen spürbare Beeinträchtigungen für den gesamten Warenverkehr – innerhalb Deutschlands und beim Export. Betroffen wären der Lebensmittelbereich, die Chemieindustrie oder der Maschinen- und Anlagenbau.

Erste Betriebe der Paletten- und Holzpackmittelindustrie hätten für ihre Kunden seit Kurzem Obergrenzen eingeführt und liefern nur noch feste Kontingente, heisst es in der Mitteilung. Ausfuhren nach China und in die USA haben demnach die Holzverfügbarkeit in den letzten Monaten drastisch verschärft. Bestimmte Schnittholzsortimente und Holzwerkstoffe, wie Sperrholz und OSB-Platten, seien derzeit kaum verfügbar.

Nach der Metall- und Kunststoffindustrie ist die Holzpackmittelindustrie die dritte im Land mit essenziellen Engpässen. Sollte sich die Situation nicht zügig entspannen, kämen schon bald die ersten Warentransporte ins Stocken und die Belebung der Wirtschaft werde abgewürgt, befürchtet der Verband.

(Quelle: HPE e.V)

Bericht über die VHPI-Generalversammlung 2020

Aufgrund der aktuellen Corona-Lage wurde die Generalversammlung des VHPI in diesem Jahr schriftlich durchgeführt. Die Auszählung der Stimmen fand in der Geschäftsstelle in Bern statt.

Philippe Dubois und Manuela Schmidjörg werten die Stimmzettel an der VHPI-Generalversammlung aus.

VHPI-Präsident Marco Deplazes dankte in seiner Begrüssung dem Vorstand für die unkomplizierte Zusammenarbeit in der Corona-Zeit. Die Vorstandssitzung im April hatte per Videokonferenz stattgefunden.

VHPI-Geschäftsführer Stephan Bitterlin kündigte in seinem Jahresbericht neue Projekte des Verbandes an. So soll noch im Sommer eine erste Konjunkturumfrage unter den VHPI-Mitgliedern durchgeführt werden. Ziel sei es, allen Mitgliedern wertvolle Brancheninformationen zur Verfügung zu stellen. Die Auswertung der Fragebögen erfolge anonymisiert und vertraulich.
Im Herbst wird den Mitgliedern exklusiv ein eintägiges Seminar zum Thema Prozessmanagement angeboten. Die Einladung dazu werde im Sommer folgen.

Stimmzettel der schriftlichen Generalversammlung des VHPI

Im Verbandsjahr 2019 musste der VHPI eine Kündigung entgegennehmen, die durch den Konkurs der Firma Citraro in Sementina, Tessin, verursacht wurde. Der VHPI hat damit per dato 31 Mitglieder, inklusive 6 Partnern und Gönnern.

Die Finanzen des VHPI entwickeln sich dem Bericht von Finanzvorstand Alois Mathis zufolge gut.

Robert Holliger und Alois Mathis wurden von der Generalversammlung in ihrem Amt als Vorstandsmitglieder bestätigt.